STARK-Förderprojekt
Wasser-Revier-Konzept
Zeitraum: 01.01.2027 – 31.12.2030
Projektziel
Ziel von Wasser-Revier-Konzept ist die Entwicklung eines digitalen wasserwirtschaftlichen Planungsinstrumentes als Web-Anwendung, das als leicht zu bedienendes strategisches Werkzeug beschleunigte Aussagen zur Wasserverfügbarkeit und -qualität auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen im Rheinischen Revier ermöglicht.
Arbeitsschwerpunkte
Datenbasis
- Erfassung, Aufbereitung und Bewertung von Datengrundlagen zur Hydrogeologie und zu kommunalen sowie regionalen Wasserversorgungskonzepten
- Erfassung wesentlicher Datengrundlagen für die Aufstellung von Grundwasserbilanzen zur Ermittlung des verfügbaren Grundwasserdargebotes
- Erarbeitung einer projektbegleitenden Data-Governance-Strategie
Geodatenstruktur
- Planung und Aufbau einer Geodatenstruktur auf Basis eines (objekt-)relationalen Datenbankmanagementsystems
Planungsinstrument
- Aufbau des GIS-gestützten Planungsinstrumentes
- Beispielhafte Erstellung von Entwicklungsszenarien für die zukünftige Wasserversorgung
Sicherung der klimaresilienten Wasserversorgung für den Strukturwandel im Rheinischen Revier auf Basis eines mehrskaligen Planungsinstrumentes
Hintergrund
Die Verfügbarkeit von Wasser in ausreichender Menge und Qualität ist ein wesentliches Element der Daseinsvorsorge und Grundlage wirtschaftlicher Entwicklung. Im Rheinischen Braunkohlerevier treffen die Auswirkungen des Klimawandels mit einem aktuell reduzierten Grundwasserdargebot bei gleichzeitig noch jahrzehntelangen Nachwirkungen des bergbaubedingten Eingriffs in den Wasserhaushalt auf einen steigenden Bedarf im Zusammenhang mit dem Strukturwandel einschließlich des ökologischen Wasserbedarfs von Gewässern und Feuchtgebieten.
In diesem Zusammenhang kommt der Resilienz und Nachhaltigkeit der Wasserversorgung eine steigende Bedeutung zu, wobei die hierfür erforderlichen Instrumente zur Wasserbewirtschaftung auf regionaler Ebene weitgehend fehlen, die wiederum Voraussetzung für einen erfolgreichen Strukturwandel im Rheinischen Revier sind. Insbesondere die Frage nach einem verfügbaren und gewinnbaren Wasserdargebot ist bisher meist nur im Rahmen einzelstandortlicher Betrachtungen möglich, die unter Heranziehung einer heterogenen wasserwirtschaftlichen Datenbasis erfolgen.
Im Rahmen des Projektes Wasser-Revier-Konzept sollen relevante wasserwirtschaftliche Daten in einem Planungsinstrument bereitgestellt werden, das auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen schnelle und konkrete Aussagen zur Wasserverfügbarkeit ermöglicht. Hierdurch wird auf kommunaler bis landesplanerischer Ebene eine revierweite Planungsoption geschaffen, die einen Beitrag zur Versorgungssicherheit und nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung leistet.
Projektstrukturplan
AP 1:
Projektleitung
1.1
Projektsteuerung und -management
1.2
Vergaben
AP 2:
Datenbasis
2.1
Datenbasis Hydrogeologie
2.2
Datenbasis Wasserversorgungskonzepte:
a) kommunal
b) regional
2.3
Datenbasis Grundwasserbilanzen
2.4
Data-Governance
AP 3:
Geodatenstruktur
3.1
Geodatenbank
3.2
Empfehlung für optimierte Schnittstellen, Datenerfassung, Datenerhebung (z. B. KWVK)
AP 4:
Wasserwirtschaftliches Planungsinstrument
(inkl. Szenarien)
4.1
Methodik
4.2
GIS-gestütztes
Planungsinstrument
4.3
Entwicklungsszenarien
Rheinisches Revier
Interessierte Akteure, Stakeholder
Politik und Verwaltung
Investoren
Landwirtschaft
Projektentwickler und Planer
Wasserversorgungsunternehmen

Stefan Simon
Fachliche Konzeption

Dr. Nils Cremer
Fachliche Konzeption

Sebastian Grünewald
Technische Leitung