Veybachausbau in Euskirchen startet wie geplant

16. August 2021 | Pressemitteilungen

PRESSEMITTEILUNG 22/2021

Im August beginnen die Arbeiten zur Umsetzung der seit langem geplanten Hochwasserschutzmaßnahme des Erftverbandes

Bergheim, 13. August 2021

In der 33. Kalenderwoche beginnen die Arbeiten zur Umsetzung des ersten Bauabschnitts des Veybachausbaus in Euskirchen. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wird der Veybach zwischen der Georgstraße in Euskirchen und dem Westrand von Wisskirchen in zwei Bauabschnitten umgestaltet. Im Bereich der Alten Tuchfabrik wird das Gewässer nach Süden verlegt und im Bereich Wißkirchen durch einen südlich der Ortslage verlaufenden Umfluter ergänzt. Durch die Anlage von Verwallungen werden die Überschwemmungsflächen in Richtung der angrenzenden Ortslagen begrenzt und somit der Hochwasserschutz für die bebauten Bereiche verbessert. Die neuen Gewässerabschnitte werden naturnah gestaltet und für Fische und andere Gewässerorganismen frei durchwanderbar hergestellt. Damit wird gleichzeitig das Ziel einer ökologischen Verbesserung verfolgt.

Im ersten Bauabschnitt wird u.a. der Veybach zwischen Euenheim und Bahndamm nach Süden verlegt, eine Hochwasserschutzwand entlang des Heinz-Küpper-Wegs errichtet und der Veybach in Fließrichtung oberhalb der Brücke Georgstraße umgestaltet. Es wird momentan von einer Bauzeit von 5-6 Monaten ausgegangen. Der zweite Bauabschnitt von Wißkirchen bis Euenheim wird voraussichtlich 2022 umgesetzt.

Ob der geplante Ausbau in der Lage gewesen wäre zu einer Reduzierung der Schäden in der Hochwasserkatastrophe beizutragen, lässt sich kaum abschätzen. Die Maßnahmen sind auf die Wasserspiegellagen eines 100-jährlichen Hochwassers bemessen. Bei dem Ereignis wurde am Pegel Burg Veynau oberhalb von Wißkirchen der für ein 100-jährliches Hochwasser angegebene Wasserstand von 1,95 m mit maximal 3,81 m um fast 2 m übertroffen. In den Ortslagen Wißkirchen, Euenheim und in Euskirchen wurden entsprechend extrem hohe Wasserstände beobachtet. Es ist davon auszugehen, dass die geplanten Hochwasserschutzeinrichtungen sämtlich überströmt worden wären. Das Ereignis verdeutlicht, dass erheblich größere Hochwasser als das 100-jährliche auftreten können und daher ein absoluter Schutz vor Hochwasser mit technischen Maßnahmen nicht erreichbar ist.

Der Übersichtlageplan kann hier eingesehen werden.

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