Erftstadt-
Gymnich

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Gewässerprojekte

Steckbrief:

Status: in Umsetzung

Maßnahme: Wasserrahmenrichtlinie
Fokus: Renaturierung, Gewässerverlegung
Ort: Erftstadt-Gymnich
Baubeginn: August 2024
Fertigstellung: voraussichtlich Frühjahr 2026
Flusslänge: vorher 2,5 km, nachher 5,5 km

Eindrücke aus dem Projekt

Informationen zum Projekt

Natürliche Flussauen gehören zu den artenreichsten und ökologisch interessantesten Lebensräumen Mitteleuropas. Der auch im Erft-Einzugsgebiet in der Vergangenheit betriebene technische Gewässerausbau hat zu einer Verarmung der Lebensgemeinschaften beigetragen. Um naturnahe Lebensräume für eine auentypische Flora und Fauna entwickeln zu können, sind vielfältige Strukturen im und am Gewässer wichtig, die auch gleichzeitig zur Klimaresilienz beitragen. Ein kiesgeprägtes Tieflandgewässer hat eine kiesige Sohle. Flach- und Steilufer gehören ebenso wie Totholz zur naturnahen Ausstattung hinzu. So finden die Gewässerbewohner ihre jeweiligen speziellen Lebensräume und Unterschlupfmöglichkeiten.

Aufgrund des bergbaubedingten fehlenden Grundwasserkontakts wird das neue Gewässer mit dem vor Ort vorgefundenen Schluff abgedichtet. Für den Bau des neuen Gewässerabschnitts werden rund 280.000 m³ Boden bewegt. Der Boden wird vollständig im Projektgebiet für die Gestaltung der Aue genutzt.

Die Erft hat hier einen mittleren Abfluss von rund 3 m³/s und bereits heute ein großes Überschwemmungsgebiet, das erhalten bleibt. Die Nebengewässer Kleine Erft und Türnicher Mühlengraben werden wie bisher mit Wasser aus der Erft versorgt.

Projektziele

  • Herstellung eines naturnahen, gewundenen Gewässers
  • Stärkung der Klimaresilienz
  • Initiierung einer eigendynamischen Gewässerentwicklung
  • Reaktivierung der Aue (häufigere, ökologisch wirksame Überflutungen im Nahbereich des neuen Gewässers)
  • Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit (Durchwanderbarkeit für Gewässerorganismen)
  • gesicherte Speisung der Nebengewässer Kleine Erft und Türnicher Mühlengraben
  • Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie

Zur Verbesserung der Gewässerökologie gestaltete der Erftverband einen vormals 2,5 km langen Abschnitt zwischen den Ortslagen Gymnich, Brüggen und Balkhausen neu. Ziel dieser Renaturierung ist der Bau eines naturnahen, gewundenen Flusslaufes. Die Gestaltung orientiert sich am Leitbild eines kiesgeprägten Tieflandflusses. Die neue rund 5,5 km lange Trasse der Erft wird in Sichtweite des Wassererlebnisparks auf den ehemaligen Golfplatzflächen durch eine vielfältige Auenlandschaft geführt.

Mit dem Bau von drei neuen Brücken werden die bestehenden Wegeverbindungen aufrechterhalten. In der Kleinen Erft wird eine neue Wehranlage gebaut. Die Arbeiten werden voraussichtlich Anfang 2026 abgeschlossen.

Der Umschluss in voller Länge

Hier sehen Sie den kompletten Umschluss des neuen Erftlaufs in Gymnich. Die Aufnahmen zeigen den Moment, in dem das Wasser in das neue Flussbett übergeht und damit ein zentraler Meilenstein des Projekts erreicht wird.

Zeitlicher Ablauf

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Herbst: Scoping-Termin

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Vergabe der Planungsleistungen

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September: Abgabe Prüfexemplar

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Juli: Einreichen Planfeststellungsantrag

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März: Erörterungstermin, abgesagt (Corona)

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Februar: Klärung Belange Naturschutz
April bis September: Umsiedlung Haselmaus
Juni: Beantragung Landeszuwendung

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April: Planfeststellungsbeschluss
September: förderunschädlicher Baubeginn,
Vergabe Ausführungsplanung
ab Herbst: vertragliche Regelung mit
Rhein-Erft-Kreis zum Bau Einlaufschwelle

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Januar: Abstimmung Artenschutzmaß-
nahmen und Bodenmanagement

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Frühjahr: Vergabe Planung und
Bau Einlaufschwelle für den Rhein-Erft-Kreis,
Sondierungen Kampfmittel und
Untersuchungen Denkmalschutz
Sommer: Baubeginn

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Herbst: Einweihung neue Trasse

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Frühjahr: Fertigstellung

Beiträge zum Renaturierungsprojekt – Gymnich

Erft-Verlegung in Erftstadt-Gymnich

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Bürgerinformation zur Erft-Renaturierung Gymnich

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