EV-Telegramm 04/2021

5. April 2021 | EV-Telegramm

Der Erftverband veröffentlicht Digitalisierungsstrategie


Die Strategie für die digitale Transformation des Erftverbandes ist aufgestellt. Sie steht allen Beschäftigten als digitales Dokument im Intranet und als Druckfassung zur Verfügung. Die Digitalisierungsstrategie fasst die wichtigsten Positionen und Schwerpunkte zur Digitalisierung aus allen Unternehmenseinheiten zusammen und betrachtet einen zeitlichen Horizont von fünf Jahren.
Die interne Arbeitsgruppe Digitalisierung hat in den letzten 1 ½ Jahren die technischen, kulturellen und organisatorischen Randbedingungen analysiert und Ziele entwickelt. Aus dem gesamten Unternehmen wurden fast 100 Projekte zusammengetragen, die den Erftverband bei der Digitalisierung voranbringen werden.

68. Sitzung des Ausschusses für Abwasserbeseitigungsfragen


Am 20. April 2021 tagte der Ausschuss für Abwasserbeseitigungsfragen zum 68. Mal beim Erftverband. Vertreter des Erftverbandes informierten die Ausschussmitglieder u. a. über die Fortschreibung des Masterplan Abwasser 2030 sowie über den Retentionsbodenfilter Rheinbach und die ersten Ergebnisse zur Spurenstoffelimination. Zudem wurden dem Ausschuss die Corona-Schutzmaßnah¬men beim Erftverband aus dem Abwasserbereich erläutert.

EU Kommission startet Konsultation zur Kommunalabwasserrichtlinie


Die EU Kommission startete eine öffentliche Anhörung zur Novelle der Kommunalabwasserrichtlinie. Die Kommunalabwasserrichtlinie regelt europarrechtlich die Anforderungen an den Betrieb von Kläranlagen und ist daher auch für den Erftverband und seine Mitglieder von großer Bedeutung. Bis zum 21. Juli 2021 können Bürger und Fachleute auf eine Vielzahl von Fragen der EU Kommission antworten. Der Erftverband beteiligt sich an der Konsultation und wird im nächsten Infotelegramm ergänzend berichten. Zur Anhörung gelangen Sie hier Veröffentlichte Initiativen (europa.eu)

Müll und kein Ende…


In der Gewässerunterhaltung verzeichnen wir einen großen Anstieg an Fällen von unsachgemäß und illegal entsorgten Gegenständen. Zum Teil sind es gewerbliche Abfälle wie Bauschutt oder Grünabfälle. Hinzu kommen etliche Materialien aus privaten Haushalten. Dies vor dem Hintergrund, dass die Möglichkeiten der legalen Entsorgung in unserer Region sehr vielfältig sind. Im Jahr 2019 sind hierdurch Kosten von über 100.000 Euro für Arbeitsaufwand, Bergung und Entsorgung entstanden.

Grundwasserkappungsmaßnahmen in Korschenbroich – Informationsveranstaltung in digitaler Form fand am 21. April 2021 statt


Seit dem 1. Dezember 2011 betreibt der Erftverband in den Ortsteilen Herrenshoff, Raderbroich, Kleinenbroich und Pesch insgesamt sieben Brunnen und einen Schwimmponton auf einem ehemaligen Baggersee zur Kappung von Grundwasserspitzen. Mit diesen können ca. 900 Häuser wirkungsvoll vor Vernässungsproblemen durch hohe Grundwasserstände geschützt werden. Der Zeitraum der wasserwirtschaftlich genehmigten und finanziell gesicherten Maßnahmen endet am 30. November 2021. Die Stadt Korschenbroich und der Erftverband stellten in einer digitalen Informationsveranstaltung am 21. April das bisherige Projekt und die Vorbereitungen sowie die Finanzierung zur Weiterführung der Kappungsmaßnahmen für den Zeitraum 2021-2031 vor. Die Fortführung der Kappungsmaßnahmen wird für die Bürgerschaft und die Stadt Korschenbroich deutlich günstiger. Weitere Informationen über die Veranstaltung und die aktuelle Beteiligungsquote finden sich auf der Internetseite der Stadt Korschenbroich (https://korschenbroich.de/bauen-wirtschaft/grundwasserkappungsmassnahmen.html).

Landtag berät LWG Novelle


Der Umweltausschuss hat am 14.04.2021 den Entwurf der Novelle des Landeswassergesetzes beraten. Die 2. Lesung des Gesetzentwurfs findet am 29.04.2021 statt. Der Erftverband setzte sich über die agw unter anderem für den Erhalt der Vorschriften zum Schutz der Gewässerrandstreifen ein. Außerdem: Das Verbot des Rohstoffabbaus in Wasserschutzgebieten dürfe nicht außer Kraft treten, bevor die geplante landesweite Wasserschutzgebietsverordnung einen gleichwertigen Schutz sicherstelle. Dies sagten Umweltpolitiker aller Parteien in Gesprächen mit agw und BDEW zu. Am 28.04.2021 haben CDU und FDP einen Tag vor der Sitzung des Landtags umfangreiche Änderungsanträge eingebracht, die noch nicht abschließend bewertet worden sind.

KA Elsdorf – Sanierung und Neubau Schneckenpumpwerk und Sandfang inkl. Sandklassierer


Die Kläranlage Elsdorf wurde 1974 errichtet und Anfang der 1990er Jahre erweitert. Die Ausbaugröße
der Kläranlage beträgt aktuell 20.400 EW. Der gesamte Abwasserzulauf wird über ein Schneckenpumpwerk mit 3 integrierten Schneckenpumpen gehoben und in die oberhalb
des Schneckenpumpwerks angeordnete Sturzkammer eingeleitet. Die Maschinentechnik inkl. EMSR-Technik von Sandfangräumerbrücke und Sandklassierer soll ertüchtigt werden. Das Vergabeverfahren läuft zurzeit.

Ausschuss für Oberflächengewässer


In der 64. Sitzung des Ausschusses für Oberflächengewässer am 27.04.2021 wurden die Mitglieder u.a. über das Projekt „Grundwasseranstieg und Flurabstandsprognose“ informiert. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der beschleunigten Umsetzung des Perspektivkonzeptes Erft sowie der durchgeführten Erftumgestaltung in Grevenbroich-Frimmersdorf.

Pumpwerk und RÜB KA Glehn


Gemäß Masterplan Abwasser 2025 des Erftverbandes sollen die Kläranlagen Mechernich Glehn und Floisdorf stillgelegt werden. Es ist vorgesehen das Abwasser auf dem Gruppenklärwerk Obergartzem-Enzen mit zu behandeln. Dazu sind Verbindungskanäle und Pumpwerke zu errichten. Die Realisierung der Überleitung erfolgt in 3 Bauabschnitten. Die Herstellung des Verbindungssammlers von der KA Floisdorf nach Eicks ist mit Ausnahme des Umschlusses weitgehend fertiggestellt. Die Bauleistungen zum Pumpwerk Floisdorf und die Leistungen für die Lieferung und Erstellung der zum Betrieb der Pumpwerke erforderlichen Elektro- und Maschinentechnik der PW Glehn und Floisdorf, sowie des PW Eicks sind Ende Februar bzw. Anfang März 2021 beauftragt worden. Die erforderlichen baulichen Arbeiten zur Realisierung des Bauteils Pumpwerk und RÜB (Betonbecken) und Umbau des vorh. RRB
(Erdbecken) auf der KA Glehn und die Einbindung der neuen Anlagen in den Bestand wurde öffentlich ausgeschrieben. Zurzeit läuft noch das Vergabeverfahren.

Neue Ausschussvorsitzende


Der Ausschuss für Abwasserbeseitigungsfragen hat in seiner Sitzung am 20.04.21 für den ausgeschiedenen Uwe Bors nunmehr Thomas Hambach, Beigeordneter der Stadt Mechernich, zum
neuen Ausschussvorsitzenden gewählt. Im Ausschuss für Oberflächengewässer am 27.04.21
wurde Patrick Morgen, Ratsmitglied der Stadt Erftstadt, als Nachfolger von Rolf Engelhardt zum Vorsitzenden gewählt.

Landesregierung antwortet zum beschleunigten Umbau der Erft


Die Umweltministerin hat dem Umweltausschuss des Landtages NW einen Bericht zum beschleunigten Umbau der Erft als Folge des vorgezogenen Endes des Braunkohlebergbaus vorgelegt. Die Ministerin bestätigte in dem Bericht die in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beschriebene Eilbedürftigkeit des Erftumbaus, nämlich bis Ende des Jahres 2029. Vorschläge zur Beschleunigung der Planungsverfahren wie z.B. eine Koordinierung behördlicher Ermessensentscheidungen enthält der Bericht kaum, die notwendige Stärkung des Personals bei den zuständigen Behörden wird erwähnt.

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