Braun­kohlen­berg­bau

31. August 2021 | Bergbau

Im Rheinischen Braunkohlenrevier werden zur Trockenhaltung der Tagebaue Garzweiler, Inden und Hambach jährlich etwa 512 Millionen Kubikmeter Grundwasser gefördert. Wegen der Braunkohlengewinnung ist der Grundwasserstand bereits seit den 1950er-Jahren und voraussichtlich bis zum Ende dieses Jahrhunderts großräumig abgesenkt. Dies kann folgendes bewirken:

  • Schädigung grundwasserabhängiger Feuchtgebiete
  • geringere Wasserführung bzw. Trockenfallen oberirdischer Gewässer
  • Beeinflussung der Wasserversorgung durch Verlagerung der Einzugsgebiete von Förderbrunnen bzw. Trockenfallen von Brunnen

Tagebau Garzweiler

Für den Einflussbereich des Tagebaus Garzweiler in der Venloer Scholle ist im Braunkohlenplan der Bezirksregierung Köln festgelegt, dass der Grundwasserstand durch umfangreiche Infiltrations- und Direkteinleitungsmaßnahmen zu stützen ist. Die wasserwirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Tagebaus und die Wirksamkeit der Maßnahmen werden im Monitoring Garzweiler überwacht.

Tagebau Inden

Für den Einflussbereich des Tagebaus Inden in der Rurscholle wird in der wasserrechtlichen Erlaubnis geregelt, dass der Erftverband die wasserwirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen im Rahmen des Monitorings Inden beobachtet. Zum Schutz der grundwasserabhängigen Feuchtgebiete werden bei Bedarf Maßnahmen eingeleitet.

Tagebau Hambach

Im Rahmen der wasserrechtlichen Erlaubnis beobachtet und dokumentiert der Erftverband die wasserwirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Tagebaus Hambach in der Erftscholle. Zukünftig wird es, wie für die Tagebaue Garzweiler und Inden, auch ein Monitoring Hambach geben, welches zurzeit vorbereitet wird. In der Erftscholle ist der Grundwasserstand durch mehrere Alttagebaue schon seit den 1950er-Jahren abgesenkt, so dass dort nur noch wenige grundwasserabhängige Feuchtgebiete existieren.

Ansprechpartnerin

Dr. Renate Jaritz
Tel. (0 22 71) 88-13 73

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