PRESSEMITTEILUNG 27/2026
Umgestaltung des Kommerner Mühlensees
Bergheim/Kommern. 30. Juli 2026. Im August beginnen die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Kommerner Mühlensees in ein Hochwasserrückhaltebecken (HRB). Das HRB wird Kommern vor Hochwasser des Bleibachs schützen.
Im ersten Bauabschnitt wird im Damm ein neues Durchlass- und Drosselbauwerk errichtet. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich ein Jahr. Mit diesem Bauwerk wird bei Hochwasser ein Teil des Abflusses im Becken zurückgehalten. Es wird nur so viel Wasser in Richtung Kommern weitergeleitet, wie hier abfließen kann, ohne Schäden zu verursachen. Auf einen Dauerstau im Becken wird künftig verzichtet, um möglichst viel Wasser bei Hochwasser zurückhalten zu können und den Hochwasserschutz zu verbessern. Auf einer Fläche von rund 3,0 ha werden so 83.000 m³ gesteuertes Rückhaltevolumen geschaffen.
Wird dieses Volumen überschritten, muss das zusätzlich ankommende Wasser ungedrosselt weitergeleitet werden, um den Absperrdamm zu schützen. Dies erfolgt über eine Hochwasserentlastungsanlage: Auf der Krone des Durchlassbauwerks senken sich Klappen selbsttätig ab, über die der zusätzliche Abfluss durch das Durchlassbauwerk fließen kann. Die Klappen senken sich hierbei rein mechanisch völlig ohne Fremdenergie. So ist die Bauwerkssicherheit auch dann gewährleistet, wenn es bei Hochwasser zu einem Stromausfall kommt.
Für die Bauzeit wird der Ernst-Becker-Weg über den Damm nicht befahrbar sein. Es werden Umleitungen eingerichtet. Fußläufig bleibt der Damm über eine Behelfsbrücke begehbar.
Der zweite Bauabschnitt, in dem das Becken gestaltet wird, wird aktuell vorbereitet. Er beginnt im Anschluss an die Brutzeiten von Bodenbrütern, deren Schutz hier zu berücksichtigen ist.
Bei der Beckengestaltung gilt ein besonderes Augenmerk dem Umgang mit dem anfallenden Aushub. Teile hiervon sind sehr stark mit Schwermetallen belastet. Baubegleitende Untersuchungen stellen sicher, dass dieser getrennt nach den unterschiedlichen Belastungen entsorgt oder wenn möglich wiederverwertet wird. Grundlage für den Umbau ist eine Plangenehmigung, die die Stadt Mechernich im Juli 2025 beim Kreis Euskirchen erwirkt hat. Der Erftverband hat das Projekt mit der Umsetzungsphase von der Stadt übernommen.
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