Neubau Regenbehandlungsanlage Erftstadt-Blessem

PRESSEMITTEILUNG 31/2026

Erftverband informiert über anstehende Baumaßnahme

Bergheim/Erftstadt, 19. August 2026. Der Erftverband plant in Erftstadt-Blessem den letzten Teilabschnitt der Siedlungsentwässerung in der Radmacher Straße wiederherzustellen. Beim Hochwasser 2021 sind hier massive Schäden entstanden. Dieser Abschnitt umfasst die endgültige Siedlungsentwässerung, also die Ableitung des Schmutzwassers aus der südlichen Ortschaft zur Kläranlage Erftstadt-Köttingen. Im Bedarfsfall wird das Abwasser vor der Behandlung auf der Kläranlage, in einem Regenrückhaltebecken unterirdisch zwischengespeichert, um es anschließend gedrosselt der Abwasserbehandlungsanlage zuzuführen. Das Regenwasser aus dem nördlichen Gebiet wird über die neue Einleitung in eine neu zu errichtende Flutmulde Richtung Erft geleitet. Die Kanalbauarbeiten werden in offener Bauweise durchgeführt, d. h. die Arbeiten sind für die Bevölkerung sichtbar und können zu Beeinträchtigungen führen. Der Beginn der Bauarbeiten ist für September/Oktober 2026 geplant, die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Sommer 2029, wobei eine Unterbrechung zur Bodenstabilisierung von bis zu einem Jahr vorgesehen ist.

Gebäudebegehungen vor Baubeginn

Zu Beginn der Maßnahme wird eine Begehung der Gebäude im Baustellenbereich durch einen vom Erftverband öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen angeboten. Dadurch kann sichergestellt werden, dass mögliche Schäden an Gebäuden, die während der Baumaßnahme entstehen könnten, eindeutig zugeordnet werden können. Hier bittet der Erftverband um die Kooperation der Bewohner*innen und Eigentümer*innen. Die Maßnahme wird in einzelnen Teilabschnitten durchgeführt und betrifft die Radmacher Straße auf Höhe der Burg Blessem sowie die Rückseite der Grundstücke der Frauenthaler Straße 106 bis 114.

Bau des Rückhaltebeckens und der Flutmulde

Im Bereich der intakt gebliebenen Fläche wird das Rückhaltebecken für das Mischwasser sowie die Ableitung des gesammelten Regenwassers gebaut. Für den Bau des Beckens ist eine Baugrube erforderlich. Um diese zu stabilisieren, wird sie auf drei Seiten mit Böschungen angelegt. Die vierte Seite, die zur Bebauung der Frauenthaler Straße gerichtet ist, wird durch eine Trägerbohlwand mit Verankerung gesichert. Diese Konstruktion verhindert ein Abrutschen des Bodens in den Baustellenbereich.

Darüber hinaus werden die neuen Einleitpunkte für die zusätzlichen Wassermengen bei Regenwetter hergestellt, die nicht zur Kläranlage geleitet werden. Diese fließen künftig über die neue Flutmulde im aufgefüllten Bereich Richtung Erft.

Für die Anbindung der neuen Anlagen an den bestehenden Kanal wird die Radmacher Straße im Kurvenbereich an der Burg für die erforderlichen Tiefbauarbeiten gesperrt. Eine Verkehrslenkung wird entsprechend ausgeschildert. Nach Inbetriebnahme des Rückhaltebeckens wird das provisorische Folienbecken zurückgebaut.

Setzungszeit und Herstellung der Aue

Da der aufgefüllte Boden für die Flutmulde bestimmte Anforderungen an die Belastbarkeit erfüllen muss, ist nach Fertigstellung der Anlagen und der Flutmulde eine Setzungszeit von zwölf Monaten vorgesehen. Anschließend wird zur Herstellung der Aue der Umschluss durchgeführt und das provisorische Regenwasserbecken zurückgebaut.

Verkehrsführung während der Bauzeit

Das Verkehrskonzept für die Arbeiten wurde bereits mit Stadt Erftstadt abgestimmt. Die Umleitungsstrecken werden großräumig ausgeschildert. Zur Entlastung des Baustellenbereichs wird darum gebeten, dass insbesondere ortskundige Bürger*innen die ausgewiesenen Umleitungsstrecken nutzen.

Allgemeine Informationen

Die Maßnahmen sowie die Sperrungen in den Baubereichen werden durch die beauftragte Firma einige Tage vor Beginn der jeweiligen Arbeiten mittels Posteinwurf angekündigt.

Anliegende, die aufgrund eingeschränkter Mobilität auf einen Fahr- oder Pflegedienst angewiesen sind, werden gebeten, sich frühzeitig zu melden. Es wird gemeinsam ein Weg gefunden, wie die Versorgung weiterhin sichergestellt werden kann.

Leider lassen sich Unannehmlichkeiten im Rahmen des Fortschritts der Bauarbeiten nicht immer vermeiden. Dafür bittet der Erftverband bereits im Vorfeld um Verständnis.

Ihre Ansprechpartnerin bei Rückfragen:
Erftverband – Pressestelle

Ronja Thiemann
Am Erftverband 6
50126 Bergheim

02271 88-2127
pressestelle[at]erftverband.de

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