Zukunftspreis des Erftverbandes an zwei Abiturientinnen aus Grevenbroich verliehen

Zukunftspreis 2015

Dr. Lars Kulik, stellvertretender Verbandsratsvorsitzender des Erftverbandes, Preisträgerinnen Anne Hübner und Dana Rümens, Dr. Udo Rose, Leiter der Stabsstelle Biologie, Norbert Engelhardt, Vorstand des Erftverbandes (v. l.)

Auf dem Wasserwirtschaftssilvester des Erftverbandes begrüßten Dr. Lars Kulik, stellvertretender Verbandsratsvorsitzender, und Norbert Engelhardt, Vorstand des Erftverbandes, am 30. Oktober neben den rund 250 Gästen auch die beiden Preisträgerinnen des Erftverband-Zukunftspreises 2015 in Euskirchen. Anne Hübner und Dana Rümens erhalten die Auszeichnung für ihre Arbeit „Die Erft in Bewegung – Ein Fluss mit Zukunft?“. Die Abiturientinnen des Erasmus Gymnasiums Grevenbroich untersuchten mit ihrem Projekt den Wandel der Erft im rheinischen Braunkohlenrevier und analysierten die Auswirkungen dieses Wandels auf Flora und Fauna.

Als Festredner dieser besonderen Silvesterfeier des Erftverbandes – das Wasserwirtschaftsjahr endet am 31. Oktober – referierte Prof. Dr. Claus Eurich von der Technischen Universität Dortmund über das Thema „Hat der Mensch eine Zukunft? – Schritte in ein neues Bewusstsein“.

Das Wasserwirtschaftsjahr war im Gegensatz zum vergangenen Jahr ein klimatisch ruhiges Jahr mit wenigen unvorhersehbaren Ereignissen, so dass sich der Erftverband auf den Masterplan Abwasser 2025 als eine der Hauptaufgaben im Bereich Abwassertechnik konzentrieren konnte. In den kommenden zehn Jahren wird der Verband bis zu 20 sanierungsbedürftige, unwirtschaftliche Kläranlagen aufgeben und das Abwasser zu benachbarten, größeren und leistungsfähigeren Kläranlagen überleiten. Bereits letztes Jahr wurde die Kläranlage Haus Bollheim in Zülpich als erste Anlage außer Betrieb genommen. Es folgte im April die Kläranlage Zülpich-Dürscheven und bis Ende dieses Jahres die Kläranlage Rommerskirchen-Villau.

Diese Zusammenlegung von Kläranlagen führt zu einer besseren Auslastung der verbleibenden Anlagen und damit auch zu einer Zentralisierung der Klärschlammentsorgung. Dadurch wird insgesamt mehr Faulgas gewonnen, das zur Eigenstromerzeugung genutzt wird. Der Erftverband betreibt auf 15 Kläranlagen Blockheizkraftwerke. Auf diese Weise kann der Verband mittlerweile rund 33 Prozent seines Strombedarfs aus eigenen Energiequellen decken.

Einen weiteren Beitrag zur Energieeinsparung leistet die neue Sümpfungswasserheizung des Erftverbandes, die seit Mitte März mit einem zweiten Wärmetauscher arbeitet. Die Heizanlage nutzt zuverlässig das warme Grundwasser aus dem Tagebau Hambach zur Wärmeversorgung. Während der Heizperiode 2014/2015 deckte die Anlage den gesamten Wärmebedarf des Erftverbandes am Standort Bergheim. Nach einem Jahr in Betrieb hat die innovative Anlage die in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllt.

Im Wasserwirtschaftsjahr 2014/2015 konnte der Erftverband durch ein sogenanntes „German Privat Placement“ beim Münchner Versicherungskonzern Allianz drei Schuldscheine mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro platzieren und damit notwendige Investitionen finanzieren. Die Vorteile dieser Darlehen liegen in der langen Laufzeit von 30 Jahren bei einem festen Zinssatz über die gesamte Laufzeit. Möglich wurde diese Finanzierung nicht zuletzt, weil sich der Erftverband seit mehreren Jahren freiwillig dem Rating einer anerkannten Ratingagentur stellt und dabei zuverlässig mit A+ abschneidet.

Jährlich stellt sich der Erftverband auch der Überprüfung seiner Organisation und Managementsysteme durch externe Gutachter. Der Verband arbeitet seit 2006 mit einem zertifizierten Qualitäts-, Umwelt- und Technischem Sicherheitsmanagement. Sicherheit bei allen Belangen der Organisation, bei Prozessabläufen und Arbeitsschutz ist oberstes Gebot und Verpflichtung. Die im Mai erfolgreich bestandene Prüfung zeigt, dass das System funktioniert und von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Leben gefüllt wird.

[Bergheim, 30. Oktober 2015]

image_print

  • Ansprechpartnerin

    Luise Bollig M.A. - Pressesprecherin

    Tel. (02271) 88-2127
    Fax (02271) 88-1333



    Erftverband - Pressestelle
    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim

  • Erftverband

    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim
    Tel: 02271/ 88-0
    Fax: 02271/ 88-1210


      Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet werden. Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der der Datenschutzerklärung