Erftverband beschließt Wirtschaftsplan 2015

1-11-dv2014

Zur Delegiertenversammlung trafen sich am 9. Dezember die Mitglieder des Erftverbandes in Grevenbroich, um über den Haushalt und die Investitionen im kommenden Jahr abzustimmen. Vorstand Norbert Engelhardt stellte den 102 Delegierten den Wirtschaftsplan 2015 vor. Dieser sieht ein Volumen von insgesamt 192 Millionen Euro vor. Die Mitgliedsbeiträge steigen im nächsten Jahr geringfügig um 1,2 Prozent an und liegen damit weiterhin unter der allgemeinen Preissteigerung von zwei Prozent.

Der Erftverband investiert im kommenden Jahr rund 46 Millionen Euro, vor allem in den Erhalt, die Sanierung und Erweiterung der Kläranlagen und Kanalnetze. Die im Masterplan Abwasser 2025 zusammengefasste Neustrukturierung des Bereichs Abwassertechnik beim Erftverband wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Das Konzept sieht vor, in den nächsten elf Jahren 19 der 40 Kläranlagen des Verbandes stillzulegen und das Abwasser auf den verbleibenden Kläranlagen zu reinigen. So baut der Erftverband derzeit einen rund 7,3 Kilometer langen Abwasserkanal zwischen den Kläranlagen Villau und Grevenbroich. Die Kläranlage Villau wird anschließend zurückgebaut und das Abwasser auf der Kläranlage Grevenbroich gereinigt.

Weitere Arbeitsschwerpunkte des Erftverbandes sind der Hochwasserschutz und der Schutz bei Starkregenereignissen. Das Jahr 2014 war geprägt von Wetterextremen, angefangen mit einem sehr trockenen und deutlich zu warmen Winter. Es folgten im Frühjahr und Sommer viele Starkniederschläge, die die Arbeit des Verbandes im Bereich Gewässerunterhaltung, Hochwasserschutz und Kanalnetzbetrieb bis in den Herbst prägten. Auch an der Erft hinterließ Sturmtief „Ela“ zahllose entwurzelte Bäume und machte die Erft streckenweise unpassierbar.

Die naturnahe Umgestaltung der Erft und ihrer Nebengewässer steht auch im Jahr 2015 im Vordergrund. Als Beispiele dienen der neue Gewässerlauf der Erft bei Bergheim-Kenten und die Gewässerrenaturierungen am Gillbach und am Jüchener Bach. Die bislang kanalisierten und daher strukturarmen Gewässer fließen nun in naturnahen, mäandrierenden Gewässerbetten, die verschiedene Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten. Zwei weitere Projekte an der Erft bei Bedburg und Neuss-Gnadental befinden sich in Planung.

[Bergheim, 9. Dezember 2014]

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