Vorbereitende Fällarbeiten zur Renaturierung der Erft im Erftpark Euskirchen

Die Renaturierungsmaßnahme des Erftverbandes geht mit den bauvorbereitenden Maßnahmen in die nächste Phase

Die im Vorfeld breit abgestimmte und durch die Bezirksregierung Köln genehmigte Renaturierung der Erft und somit auch die Umgestaltung der Erftaue in Euskirchen wird in 2021 durch den Erftverband umgesetzt.

Ziel der Maßnahme ist es, die geradlinig verlaufende, stark ausgebaute Erft in ein naturnah gestaltetes neues Gewässerbett zu verlegen, das gewunden durch den Park fließt. Der bestehende Hochwasserschutz der angrenzenden Bebauungen bleibt dabei erhalten. Neben der ökologischen Aufwertung des Gewässers stehen durch die Einbindung der Maßnahme in die Parklandschaft mit ihren bestehenden Nutzungen, insbesondere den Angeboten des Grünen Klassenzimmers der Stadt Euskirchen, der Aspekt der Umweltbildung im Fokus. Die Planungen wurden entsprechend eng mit der Stadt abgestimmt und vor Einreichung der Antragsunterlagen in einem gemeinsamen Termin der interessierten Öffentlichkeit vor Ort vorgestellt.

Im Rahmen des begleitenden Wegekonzepts werden Wege teilweise aufgegeben, umgelegt oder auch ertüchtigt. Auf Teilflächen der Verlegung wird die Neugestaltung den Nutzungsanforderungen des Umlands und der Parkanlage angepasst. Dies trifft besonders auf den Abschnitt beim Erfttreff zu, in dem die Erft in das Schulungsprogramm des Grünen Klassenzimmers eingebunden werden soll. Durch die Integration der Gewässergestaltung in das Bildungsangebot des Grünen Klassenzimmers wird das Bewusstsein für die Notwendigkeit strukturell gesunder Gewässer für unsere Umwelt schon von klein auf gestärkt.

Für die geplante Neugestaltung der Erft muss ein Teil des gewässerbegleitenden Gehölzbestandes und der Alleebäume entfernt werden. Dies betrifft ca. 88 Bäume unterschiedlichster Größe, 110 laufende Meter Hecken und 2.330 qm Aufwuchs/Sträucher. Bei der Planung der Gewässerführung wurde jeder Baum begutachtet, mit dem Ziel möglichst viele Bäume zu erhalten. Im Rahmen der Renaturierung werden die Vorgaben aus dem landschaftspflegerischen Begleitplan berücksichtigt und umgesetzt. So werden im neuen Gewässerverlauf zur Gestaltung eines Auencharakters mindestens 41 gewässertypische Bäume/Großsträucher gepflanzt (z.B. Stieleichen, Bruchweiden/ Schwarzerlen). Diese dienen auch der Beschattung des Gewässers und fungieren als zukünftige Totholzspender und Biotopgehölze. Ergänzt werden die Auen-Anpflanzungen durch Pflanzungen von Parkbäumen sowie Gehölzen und Sträuchern (gruppenweise). So wird ein gleichwertiger Ausgleich der wegfallenden Gehölzstruktur erzielt. Bestandteil des Ausgleichs ist ebenfalls die Neuanpflanzung von geeigneten Hecken in ausgesuchten Geländebereichen, z.B. als Abgrenzung der Hundewiese zum Rad- und Fußweg.

Die Fällarbeiten werden voraussichtlich ab der 4. Kalenderwoche 2021 durch ein qualifiziertes Unternehmen ausgeführt. Sie werden von einem Ökologen begleitet um sicher zu stellen, dass hierdurch keine geschützten Tiere, insbesondere Fledermäuse, zu Schaden kommen.#

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