Vor Hochwasser schützen – Artenvielfalt erhalten

Mäharbeiten am Gewässer sind notwendig

Der Erftverband pflegt und unterhält die Erft und ihre Nebengewässer in seinem rund 1.900 Quadratkilometer großen Verbandsgebiet – insgesamt eine Strecke von 1.302 Kilometern inner- und außerorts. Neben der naturnahen Umgestaltung der Gewässer zählt auch das Mähen der Uferböschungen und Bankette zu den Aufgaben des Erftverbandes.

Hierbei ist zu unterscheiden, ob Böschungen zum Hochwasserschutz und aus Verkehrssicherungsgründen kurz gehalten oder aus ökologischer Sicht einer wechselnden Mahd unterworfen werden können. Dies hängt zum einen ab vom Ausbaugrad des Gewässers sowie von der Lage des Gewässerabschnitts, beispielsweise in einer Ortslage oder an einem Weg. An Gewässern, die durch Waldgebiete verlaufen, oder an renaturierten Bachläufen soll sich die Vegetation dagegen eigendynamisch entwickeln. Dort ist keine Mahd notwendig.

Ganz ohne Mahd geht es aber nicht, da ansonsten eine Verbuschung einsetzt, die Böschungen instabil werden und somit die Artenvielfalt am Gewässer abnimmt. Ist eine Mahd erforderlich, spielt der Zeitpunkt eine entscheidende Rolle. Er ändert sich witterungsbedingt von Jahr zu Jahr. Ein späterer Mahdzeitpunkt unterstützt das Aussamen und somit den Erhalt der gewünschten Flora. An den Stellen, an denen es möglich ist, werden Mäharbeiten in den Herbst oder ins nächste Jahr verschoben. Im Sinne des Insekten- und Vogelschutzes wird häufig abschnittsweise gemäht, so dass Rückzugsräume verbleiben.

Zusätzlich legt der Erftverband zum Insektenschutz und zur Entwicklung der Artenvielfalt Blühstreifen und Blühwiesen an, beispielsweise an der Swist im Retentionsraum bei Miel. Dort haben sich großflächig artenreiche Wiesen mit Margeriten und Malven entwickelt.

In diesem Jahr hat der Erftverband bei Rommerskirchen-Anstel im Rahmen der Rekultivierung des Gillbachs eine Obstgehölzreihe gepflanzt und die Fläche mit einer artenreichen Wiesenmischung aus heimischem Saatgut eingesät. Spätestens im nächsten Frühjahr wird sie sich zu einem Blühstreifen entwickelt haben. Weitere Flächen sind in Vorbereitung.

[Bergheim, 3. Juli 2019]

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