Umwelttechnologien und Nachhaltigkeit im Fokus

Erftverband beteiligt sich an IFAT-Gemeinschaftsstand des Landes NRW

Unter dem Motto „Energieeffiziente und leistungsstarke Kläranlagen“ beteiligt sich der Erftverband am ersten Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen auf der Weltleitmesse für Wasserwirtschaft und Abfallentsorgung IFAT, die vom 30. Mai bis zum 3. Juni in München stattfindet. Der Erftverband folgt damit einer Einladung des Landesumweltministeriums, das auf dem Messestand neben dem Erftverband insgesamt 22 Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umwelttechnologien zusammenführt.

Energieeffizienz und Energiegewinnung auf den Abwasserbehandlungsanlagen sind Kernziele des Erftverbandes. Um dies zu erreichen, konsolidiert er Kläranlagenstandorte, optimiert die Verfahrenstechnik, automatisiert Prozesse und erneuert stufenweise die Infrastruktur seiner Kläranlagen.

In den nächsten neun Jahren wird der Verband im Rahmen seines Masterplans Abwasser 2025 bis zu 20 kleine, sanierungsbedürftige und unwirtschaftliche Kläranlagen aufgeben und das Abwasser zu benachbarten, größeren und leistungsfähigeren Kläranlagen überleiten. Diese Zusammenlegung von Kläranlagen führt zu einer besseren Auslastung der verbleibenden Anlagen und Zentralisierung der Klärschlammentsorgung. Dadurch wird insgesamt mehr Faulgas gewonnen, das zur Eigenstromerzeugung genutzt wird. Der Erftverband betreibt auf 15 Kläranlagen Blockheizkraftwerke und deckt mittlerweile rund 33 Prozent seines Strombedarfs aus eigenen Energiequellen.

Zusätzlich zu den Faulschlammbehandlungsanlagen auf seinen konventionellen Kläranlagen plant der Erftverband nun, auch auf dem Gruppenklärwerk Kaarst-Nordkanal eine Faulschlammbehandlungsanlage nachzurüsten. Das Klärwerk ist damit die erste Membranbelebungsanlage in Deutschland, die mit dieser Technik arbeiten wird. Das beim Ausfaulen des Klärschlamms entstehende Gas wird zukünftig direkt auf der Anlage in einem Blockheizkraftwerk verwertet. Der Verband erwartet dadurch eine Reduktion des externen Strombezugs der größten deutschen Membranbelebungsanlage um mehr als 40 Prozent.

Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund acht Millionen Euro. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Land Nordrhein-Westfalen übernehmen rund 5,8 Millionen Euro der Kosten. Für Planung und Bau der Faulschlammbehandlung sind rund 33 Monate eingeplant von der Entwurfsplanung bis zur Inbetriebnahme. Die Bauarbeiten beginnen noch 2016.

In seinem Verbandsgebiet (ca. 1.900 km²), dem Einzugsgebiet der Erft, ist der Erftverband für Ausbau, Unterhaltung und Renaturierung der Erft und ihrer Nebenflüsse und den Hochwasserschutz zuständig. Des Weiteren entsorgt und reinigt er das Abwasser von rund 1,2 Millionen Menschen und Industriebetrieben. Hierzu betreibt der Erftverband heute 37 Kläranlagen, 130 Pumpstationen, 401 Regenbecken sowie drei Kanalnetze.

In seinem Tätigkeitsbereich (ca. 2.300 km²) sichert der Erftverband durch Erforschung und Beobachtung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse im Zusammenhang mit dem Braunkohlentagebau die Versorgung der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Bodens mit Wasser. Zusammen mit dem Verbandsgebiet ergibt sich für diese Aufgabe eine Gesamtfläche von 4.200 km², die von der Niederländischen Grenze bis zum Rhein und von Neuss bis nach Bad Münstereifel reicht.

[Bergheim, 30. Mai 2016]

image_print

  • Ansprechpartnerin

    Luise Bollig M.A. - Pressesprecherin

    Tel. (02271) 88-2127
    Fax (02271) 88-1333



    Erftverband - Pressestelle
    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim

  • Erftverband

    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim
    Tel: 02271/ 88-0
    Fax: 02271/ 88-1210


    Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet werden. Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der der Datenschutzerklärung