Sümpfungswasserheizung erweitert – Zweiter Wärmetauscher in Betrieb

Sümpfungwasserheizung

Seit Mitte März arbeitet die neue Sümpfungswasserheizung des Erftverbandes mit einem zweiten Wärmetauscher und erreicht dadurch eine Gesamtkapazität von 620 kW. Zunächst hatte der Erftverband im April 2014 im Rahmen des ersten Bauabschnitts einen ersten Wärmetauscher mit 310 kW in Betrieb genommen. Die Planungen sahen vor, die Anlage zum Ende der Heizperiode 2014/2015 um einen zweiten baugleichen Wärmetauscher zu erweitern. Diese zweite Bauphase konnte nun mit der Inbetriebnahme abgeschlossen werden. Die Kosten für die Heizung belaufen sich auf rund 650.000 Euro.

Die Sümpfungswasserheizung des Erftverbandes nutzt zuverlässig das warme Grundwasser aus dem Tagebau Hambach zur Wärmeversorgung. Während der gesamten Heizperiode 2014/2015 deckte die Anlage den Wärmebedarf des Erftverbandes am Standort Bergheim. Sie verfügt mit beiden Wärmetauschern über ein Durchflussvolumen von 70.000 Litern Sümpfungswasser pro Stunde. Dabei gibt das 18 °C bis 24 °C warme Grundwasser zirka sechs Grad an die getrennten Wasserkreisläufe der Heizung ab. Besondere Innovation: Die Heizanlage reinigt sich in regelmäßigen Abständen selbst, indem sie kleine, zylinderförmige Gummikapseln durch die Leitungen des Wärmetauschers schickt. Diese „Molche“ entfernen Ablagerungen und sichern die Leistungsfähigkeit der Anlage. Durch den Einsatz der Sümpfungswasserheizung konnte der Erftverband in der Heizperiode 2014/2015 rund 75.00 Euro für Erdgas einsparen.

Die nachhaltige und wirtschaftliche Nutzung von regenerativen Energieträgern ist erklärtes Ziel des Erftverbandes. Er erzeugt bereits 25 Prozent des benötigten Stroms selbst und nutzt hierzu vor allem das bei der Abwasserreinigung anfallende Klärgas, das in eigenen Blockheizkraftwerken verstromt wird – rund elf Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Diese Energie wird direkt auf den Kläranlagen verwendet und senkt die Kosten für externen Strombezug deutlich. Zusätzlich kommen an verschiedenen Standorten Fotovoltaikanlagen zum Einsatz. Im Rahmen seines Masterplans Abwasser 2025 prüft der Erftverband auch den Einsatz von Windkraftanlagen auf Klärwerken.

Die Sümpfungswasserheizung stellt für den Erftverband eine nachhaltige und wirtschaftliche Maßnahme zur Senkung der Heizkosten dar. Die Anlage arbeitet zuverlässig, die Nebenkosten sind gering, der CO2-Ausstoß niedrig. Zudem ist das warme Sümpfungswasser in großer Menge in unmittelbarer Nähe des Erftverbandes vorhanden und kann kostenfrei genutzt werden. Nach einem Jahr in Betrieb hat die Anlage die in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllt.

[Bergheim, 24. Juni 2015]

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