Renaturierung
-Perspektivkonzept Erft

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Mit Beginn des Braunkohlentieftagebaus Mitte des letzten Jahrhunderts kam es erneut zu tiefgreifenden Veränderungen für die Erft. Zur Trockenhaltung der Tagebaue muss permanent Grundwasser abgepumpt werden. Das so gewonnene Sümpfungswasser wird über die Erft abgeleitet. Die Menge des eingeleiteten Wassers betrug zeitweilig bis zu einer Milliarde Kubikmeter pro Jahr. Um diese Wassermengen aufnehmen zu können und zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes, wurde die untere Erft von Bergheim bis zur Rheinmündung in den 1960er-Jahren ausgebaut.

Dies hat zur Folge, dass ein guter ökologischer Gewässerzustand, wie ihn die Europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert, an der Erft nicht ohne einen massiven Rückbau erreichbar sein wird. Darüber hinaus werden sich mit dem Auslaufen der Braunkohlengewinnung um das Jahr 2045 die mittleren Abflüsse deutlich bis auf zirka ein Viertel der heutigen Menge reduzieren. Bis dahin soll der 40 Kilometer lange Flussabschnitt zwischen Bergheim und Neuss auf die zukünftigen Verhältnisse angepasst werden, wobei eine naturnahe Umgestaltung angestrebt wird.

Hierzu wurde im Jahr 2004 das Perspektivkonzept 2045 erstellt. Es liefert eine Vorstellung darüber, wie die Erft nach 2045 aussehen soll und bildet die Grundlage für konkrete Planungen. Neben der Gewässerumgestaltung beinhaltet das Konzept Maßnahmen am Wasserentsorgungssystem des Bergbautreibenden sowie Maßnahmen zur Minderung der stofflichen Einträge aus der Siedlungsentwässerung. Im Jahr 2008 haben das Land Nordrhein-Westfalen, die RWE Power AG und der Erftverband eine Rahmenvereinbarung zur Umsetzung des Perspektivkonzepts geschlossen, in der auch die Finanzierung des Vorhabens geregelt ist.

Erftverband

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50126 Bergheim
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