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Renaturierung der Erft in den Erftauen Euskirchen geht in die Umsetzung

Die Renaturierungsmaßnahme des Erftverbandes startete mit einem symbolischen Spatenstich am 2. Juli 2021

Im Juli startet die im Vorfeld breit abgestimmte und durch die Bezirksregierung Köln genehmigte Renaturierung der Erft und somit auch die Umgestaltung der Erftaue in Euskirchen durch den Erftverband. Ziel der Maßnahme ist es, die geradlinig verlaufende, stark ausgebaute Erft in ein naturnah gestaltetes neues Gewässerbett zu verlegen, das gewunden durch den Park fließt. Der bestehende Hochwasserschutz der angrenzenden Bebauungen bleibt dabei erhalten. Neben der ökologischen Aufwertung des Gewässers stehen durch die Einbindung der Maßnahme in die Parklandschaft mit ihren bestehenden Nutzungen, insbesondere den Angeboten des Grünen Klassenzimmers der Stadt Euskirchen, der Aspekt der Umweltbildung im Fokus. Die Planungen wurden entsprechend eng mit der Stadt abgestimmt und vor Einreichung der Antragsunterlagen in einem gemeinsamen Termin der interessierten Öffentlichkeit vor Ort vorgestellt.

Im Rahmen des begleitenden Wegekonzepts werden Wege teilweise aufgegeben, umgelegt oder auch ertüchtigt. Zwischen dem Erfttreff und der Erftstraße wird der in Fließrichtung rechts liegende Uferweg komplett aufgegeben, um Platz für eine naturnahe Gestaltung der Erft zu schaffen. In diesem Bereich soll sich die Erft in zukünftig soweit wie möglich eigendynamisch weiterentwickeln können. Als Ausgleich für die wegfallende Wegeverbindung baut der Erftverband am Erfttreff eine neue, barrierefreie Brücke über die Erft. Zwischen der bestehenden Fußgängerbrücke und der neuen Brücke am Erfttreff wird die Erft ebenfalls umgestaltet. Hier wird ein flacher Nebenarm angelegt, der eine gute Zugänglichkeit zum Gewässer bieten soll, um somit die Erft besser in das Schulungsprogramm des Grünen Klassenzimmers einbinden zu können. Durch die Integration der Gewässergestaltung in das Bildungsangebot des Grünen Klassenzimmers wird das Bewusstsein für die Notwendigkeit strukturell gesunder Gewässer für unsere Umwelt schon von klein auf gestärkt. Der Spielplatz wird auf die westliche Seite der Erft verlegt. Unterhalb der Brücke Erftstraße setzt sich die Renaturierung fort, nach der zweiten Fußgängerbrücke zweigt die neue Erft schließlich nach Westen ab und vereinigt sich rund 50 m oberhalb der bisherigen Mündung mit dem Veybach. Die neue Hundewiese wird in diesem Bereich zwischen der neuen Erft und der westlich der alten Erft verlaufenden Baumreihe liegen. Als positiver Nebeneffekt werden dadurch Konflikte zwischen den freilaufenden Hunden und den Radfahrern auf dem Erftradweg entschärft. In den Bereichen, in denen die Erft in ein neues Gewässerbett verlegt wird, werden die alten Erft-Abschnitte mit Boden verfüllt und begrünt. Die Maßnahme des Erftverbands wird vom Land Nordrhein-Westfalen zu 80 Prozent gefördert.

Am 2. Juli haben der Vorstand des Erftverbands Dr. Bernd Bucher und der Bürgermeister der Stadt Euskirchen Sacha Reichelt den symbolischen 1. Spatenstich in den Erftauen durchgeführt. Beginn der Baumaßnahmen wird in rund drei Wochen sein. Mit dem Baubeginn werden an vier Standorten in den Erftauen Infotafeln aufgestellt, die mit einem Gestaltungsplan über die geplante Renaturierung informieren. Weitere Informationen über die Maßnahme und ihren Fortschritt werden durch die Stadt Euskirchen und den Erftverband jeweils aktuell im Internet und den sozialen Netzwerken veröffentlicht.

v.l.n.r.: Dr. Christian Gattke (Abteilungsleiter Flussgebietsbewirtschaftung), Dr. Dietmar Jansen (Bereichsleiter Gewässer), Vorstand Dr. Bernd Bucher vom Erftverband und Bürgermeister Sacha Reichelt, Bernd Kuballa (Fachbereichsleiter Tiefbau und Verkehr), Jürgen Nonn (Sachgebiet Grünflächen und Forsten) von der Stadt Euskirchen beim symbolischen 1. Spatenstich