Rekordverdächtig niedrige Wasserstände in den Flüssen

Wasserversorgung im Verbandsgebiet jedoch nicht betroffen

Die anhaltende Trockenheit in diesem Jahr führt zu außergewöhnlich niedrigen Wasserständen in den Flüssen und Bächen im Verbandsgebiet.

Der Vergleich der bis Mitte Juni gefallenen Niederschlagsmengen an den Stationen des Erftverbandes, deren Beobachtungen bis 1970 zurückreichen, zeigt, dass das aktuelle Jahr im langjährigen Vergleich an fast allen Stationen zu den trockensten gehört. Insbesondere in der Eifel, und damit in der Quellregion von Erft, Rot- und Neffelbach, fällt die Niederschlagsmenge bisher außergewöhnlich gering aus. So sind z. B. an der Station Nettersheim-Zingsheim bis zum 21. Juni insgesamt 174 Millimeter Niederschlag gefallen. Dies ist nach 1974 (170 Millimeter) der zweitniedrigste bisher beobachtete Wert. Im Mittel der Jahre liegt die bis zu diesem Datum gefallene Niederschlagsmenge bei rund 300 Millimetern.

Dies führt dazu, dass an den meisten Pegeln bereits im Mai Abflusswerte unterschritten wurden, die in mittleren Jahren erst gegen Ende des Sommers im August/September erreicht werden. Die an den Pegeln Langenich/Neffelbach, Friesheim/Rotbach und Bliesheim/Erft im Monat Mai beobachteten Abflussmengen gehören zu den niedrigsten der seit 1972 kontinuierlich vorliegenden Werte. Der Pegel Schönau/Erft weist seit April mit rund 40 bis 60 Litern pro Sekunde tendenziell die geringsten Abflussmengen seit 1972 auf. Etwas mehr Wasser fließt aktuell noch in der Swist mit 200 Litern pro Sekunde im Monatsmittel am Pegel Morenhoven.

Sollten die Monate Juli und August keine größeren und gleichmäßig verteilten Niederschlagsmengen bringen, ist mit einer wesentlichen Änderung der Situation bis zum Ende des Sommers nicht zu rechnen. Geringere Niederschlagsmengen werden von der Vegetation komplett zurückgehalten. Starkregenereignisse wie im letzten Jahr fließen sehr schnell oberflächig ab und führen kaum zu einem Auffüllen der oberflächennahen Grundwasserschichten.

Ein komplettes Trockenfallen der Erft und ihrer großen Nebengewässer ist derzeit jedoch nicht zu befürchten. An der unteren Erft ab Bergheim wirken sich die ausbleibenden Niederschläge weniger stark aus. Hier entstammen rund zwei Drittel des Abflusses in der Erft aus den Sümpfungswassereinleitungen des Braunkohlentagebaus.

Die Wasserversorgung im Verbandsgebiet erfolgt größtenteils aus tieferen Grundwasserleitern. Sie ist nicht durch den niedrigen Wasserstand in den Flüssen beeinträchtigt.

[Bergheim, 28. Juni 2017]

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