Am 23. Mai beginnen die Arbeiten an der naturnahen Umgestaltung der Erft bei Bedburg. Der Erftverband wird dort eine „Sekundäraue“ anlegen. Hierfür wird das Gelände am rechten Ufer der Erft zwischen Feuerwache und Realmarkt auf einer Länge von zirka 500 Metern und auf einer Breite von rund 25 Metern abgesenkt und dafür das Erdreich rund drei Meter tief abgetragen. Bei Hochwasser dient das so gewonnene Volumen als naturnaher Rückhalteraum, der bereits bei kleineren Hochwasserereignissen überflutet wird. Darüber hinaus ist vorgesehen, das Gewässerbett in diesem Abschnitt zu verbreitern und wechselfeuchte Stillwasserzonen anzulegen. Die Maßnahme ist Teil des Perspektivkonzepts „Erftumgestaltung 2045“ (Abschnitt 18), das die naturnahe Gestaltung des Flusses nach dem Ende des Braunkohlentagebaus vorsieht. Das Land NRW fördert die Maßnahme zu 80 Prozent.
Im Auftrag des Erftverbandes durchgeführte Bodenuntersuchungen zeigen, dass es sich bei den Anschüttungen in der Erftböschung größtenteils um Waschboden aus der Rübenproduktion und natürliches Bodenmaterial handelt. Das vorgefundene Bodenmaterial ist nicht schadstoffbelastet.
Der Aushub wird für die Rekultivierung des ehemaligen Venturikanals Blerichen und des ehemaligen Umspannwerks Glesch genutzt. Im Rahmen der Baumaßnahme wird der parallel der Erft verlaufende Radweg gesperrt und eine Umleitung ausgeschildert.
[Bergheim, 12. Mai 2016]