Neue Ausgabe Infofluss 2/21 veröffentlicht

Fast ein Jahrzehnt ist es her, dass der Erftverband seinen Masterplan Abwasser 2025 entwickelt hat. Das Kernstück dieses Plans besteht darin, die Anzahl der Kläranlagen von 40 auf 21 zu reduzieren. Diese Vorgehensweise folgt der Erkenntnis, dass eine möglichst leistungsfähige, kostengünstige, energieeffiziente und ressourcenschonende Abwasserreinigung mit größeren Kläranlagen sehr viel besser erreicht werden kann, als mit kleinteiligen Strukturen.
Heute, nach dem etwa die Hälfte des Plans realisiert wurde, ist der Zeitpunkt gekommen, ein Zwischenfazit zu ziehen. Und das fällt rundum positiv aus! Wir konnten in diesem Zeitraum z. B. den Energieverbrauch auf unseren Anlagen erheblich senken, die Eigenstromerzeugung kräftig steigern und die Schlammbehandlung optimieren.
Diese Erfolge wären ohne die Umsetzung des Masterplans so nicht möglich gewesen. Und bei den anstehenden Sanierungen und Ertüchtigungen der Kläranlagen können wir uns auf die verbleibenden Standorte konzentrieren. Auch weitergehende Reinigungsverfahren, wie z. B. die Anwendung der Membrantechnologie in Kombination mit Aktivkohle zur Entfernung von Mikroschadstoffen lassen sich in den neuen Strukturen effizienter umsetzen.
Das Zwischenfazit fällt daher eindeutig aus: Den Masterplan Abwasser zu entwickeln und umzusetzen war eine kluge Entscheidung mit Weitblick. Wir werden – mit der gebotenen Flexibilität – diesen Weg in den kommenden Jahren konsequent weitergehen.