Masterplan Abwasser 2025: Kläranlagen in Soller und Vettweiß werden stillgelegt

Die im Masterplan Abwasser 2025 des Erftverbandes vorgesehene Stilllegung von Kläranlagen schreitet voran. Im Mai begannen die Arbeiten am neuen Verbindungskanal, der zukünftig das Abwasser aus Vettweiß-Soller und Vettweiß zum Gruppenklärwerk Nörvenich transportieren wird. Nach Abschluss der Arbeiten, die voraussichtlich bis Dezember dauern, werden die Kläranlagen in Vettweiß-Soller und Vettweiß stillgelegt.

Der neue Kanal führt auf einer Strecke von 6.900 Metern von Soller nach Gladbach, wo er an das vorhandene Kanalnetz angeschlossen wird. Er kostet zirka 2,3 Millionen Euro und wird als Freispiegelleitung mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern errichtet.

Auf halber Strecke zwischen Soller und Gladbach schließt der Erftverband die 20 Zentimeter durchmessende und 700 Meter lange Druckleitung von der Kläranlage Vettweiß an den neuen Verbindungskanal an. Die Baukosten hierfür betragen rund 0,3 Millionen Euro.

Bis auf kurze Teilstrecken verläuft die Trasse für beide Leitungen entlang von befestigten und unbefestigten Wirtschaftswegen. Die Arbeiten erfolgen in offener Bauweise.
Gleichzeitig mit dem Bau des Verbindungskanals erneuert der Wasserleitungszweckverband der Neffeltalgemeinden eine Trinkwasserleitung, die in derselben Trasse verlegt wird.

Die Kläranlagen Vettweiß-Soller und Vettweiß reinigen das Abwasser von rund 1.000 bzw. 2.600 Menschen. Die Kläranlage Vettweiß wurde 1981 und die Kläranlage Soller 1983 in Betrieb genommen, beide Anlagen sind sanierungsbedürftig. Durch das Überleiten des Abwassers nach Nörvenich verhindert der Erftverband hohe Investitionskosten für die Sanierung der beiden kleinen Anlagen und nutzt das größere Gruppenklärwerk in Nörvenich effizienter aus, das für rund 15.500 Menschen ausgelegt ist.

Der Masterplan Abwasser 2025 des Erftverbandes sieht vor, bis zum Jahr 2025 insgesamt 19 Kläranlagen des Verbandes stillzulegen und das Abwasser auf den verbleibenden Kläranlagen zu reinigen. Im vergangenen Jahr wurden als erste Anlagen die Klärwerke Haus Bollheim und Dürscheven in Zülpich sowie die Kläranlage Rommerskirchen-Villau aufgegeben und zurückgebaut.

Bauwerke und Anlagen der Abwassertechnik sind langfristige Investitionsgüter. Die wirtschaftliche Lebensdauer von Kläranlagen beträgt rund 30 Jahre, die Lebensdauer von Kanälen sogar mehr als 60 Jahre. Die Bedeutung dieser Anlagen für die Gesundheit der Bevölkerung, den Natur- und Umweltschutz und den Schutz von Gebäuden und Siedlungen übersteigt den rein finanziellen Wert deutlich. Der Erftverband verfolgt daher das Ziel, seine technischen Anlagen und Maschinen nachhaltig zu bewirtschaften, zu erhalten und zu verbessern.

In seinem rund 2.000 Quadratkilometer großen Verbandsgebiet entsorgt und reinigt der Erftverband das Abwasser von rund 1,2 Millionen Menschen und Industriebetrieben. Hierzu betreibt der Erftverband heute 37 Kläranlagen, 130 Pumpstationen, 401 Regenbecken mit einem Rückhaltevolumen von 842.000 Kubikmetern Wasser sowie drei Kanalnetze.

[Bergheim, 5. Juli 2016]

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