Konzept gegen hohe Grundwasserstände in Dormagen-Gohr

Anfang 2014 stellte der Erftverband ein in enger Abstimmung mit der Stadt Dormagen und den zuständigen Wasserbehörden entwickeltes, modifiziertes Konzept zur Kappung von Grundwasserspitzen in Dormagen-Gohr vor. Das Konzept sieht den Bau von drei Förderbrunnen in Gohr vor, die erst bei Erreichen eines festgelegten Grundwasserstands in Betrieb gehen. Auf diese Weise kann eine große Zahl von Hauseigentümern im Unterdorf vor vernässungsbedingten Gebäudeschäden geschützt werden.

Die zur Finanzierung der Maßnahme notwendige Zahl von 120 Verträgen zwischen Bürgern und der Stadt Dormagen wurde im Frühjahr 2014 erreicht. Die Stadt Dormagen trägt 20 Prozent der Investitions- und Betriebskosten. Der Rhein-Kreis Neuss beteiligt sich mit 10 Prozent an den Investitionskosten. 80 Prozent der Betriebskosten und 70 Prozent der Investitionskosten tragen die betroffenen Bürger selbst.

Die Stadt Dormagen hat den Erftverband gebeten, die Aufgabe der Kappung von Grundwasserspitzen als Verbandsaufgabe zu übernehmen. Auf der Delegiertenversammlung des Erftverbandes am 9. Dezember 2014 stimmten die Verbandsmitglieder der Übernahme der Aufgabe zur Kappung von Grundwasserspitzen zu. Die Stadt Dormagen trägt die für die Erfüllung der Aufgabe notwendigen Verbandsbeiträge.

Der Baubeginn für die Brunnen steht noch nicht fest. Bislang ist der Grundwasserstand in Gohr bergbaubedingt um zwei bis drei Meter abgesenkt. Es ist vorgesehen, dass der Erftverband in Abstimmung mit der Stadt Dormagen die drei Brunnen bei Überschreiten einer kritischen Grundwasserstandshöhe an der Grundwassermessstelle Gohrer Graben plant, baut und für zunächst zehn Jahre bei hohen Grundwasserständen betreibt.

Zur Kappung von Grundwasserspitzen bei hohen Grundwasserständen betreibt der Erftverband seit Dezember 2011 in Korschenbroich insgesamt sieben Förderbrunnen sowie einen Schwimmponton zur Seespiegelregulierung im Baggersee Herrenshoff. Über die Internetseite www.grundwasser-korschenbroich.de können Informationen zum aktuellen Betriebszustand der Förderanlagen abgerufen werden. Grundwasserstandsdaten sowie Niederschlags- und Abflussdaten ergänzen das verfügbare Informationsangebot.

[Bergheim, 9. Dezember 2014]

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