Kleinorganismen in der Erft – winzig aber wichtig!

In der Erft und ihren Nebengewässern leben viele Pflanzen- und Tierarten. Sie sind umso zahlreicher, je sauberer und natürlicher die Gewässer sind. Mit ihrem Vorkommen zeigen die Wasserbewohner an, ob sie sich in ihrem Lebensraum wohl fühlen. Für den Erftverband ist es wichtig, das Wasser sauber zu halten und Gewässer naturnah zu gestalten. Aus diesem Grund untersuchen die Mitarbeiter des Verbandes regelmäßig die Fauna und Flora der Gewässerläufe.

Insgesamt leben in der Erft mehr als 100 verschiedene Arten wirbelloser Tiere und zahlreiche Pflanzen. Viele Organismen der Erft sind Indikatoren für die Wasserqualität und den ökologischen Zustand des Gewässers. Das Erfassen und Untersuchen der Pflanzen und Tiere gehört daher schon seit 1963 zu den Aufgaben des Erftverbandes.

Neben Wirbeltieren wie Fischen leben in den Erftgewässern viele wirbellose Kleinorganismen. Sie lassen sich unter und an Steinen, im Kies, an Holzresten, Wurzeln oder im Falllaub entdecken. Zu ihnen zählen Wasserkäfer, Mückenlarven, Schnecken, Larven von Steinfliegen und Strudelwürmer.

In naturnahen Abschnitten sind vor allem verschiedene Arten von Eintags- und Köcherfliegen zahlreich vertreten. Ihre Larven verbringen ein bis zwei Jahre im Wasser der Erft, bis sich aus ihnen die erwachsenen Insekten entwickeln.

Der häufigste Wasserbewohner der Mittelgebirgserft ist ein bis zu zwei Zentimeter großes Krebstier, der Bachflohkrebs. Er ernährt sich überwiegend vom Falllaub, kann aber auch kleine Nahrungspartikel aus dem Wasser filtrieren.
Auch Egel sind in der Erft heimisch. Sie saugen jedoch keinesfalls Blut des Menschen. Opfer sind ausschließlich andere kleine Wasserbewohner.

In der Erft leben nicht nur einheimische Arten. Im Unterlauf der Erft verhindert eingeleitetes Sümpfungswasser des Braunkohlenbergbaus das winterliche Abkühlen des Wassers. Damit können Pflanzen und Tiere aus wärmeren Regionen der Erde überdauern oder sich vermehren. Diese Tier- und Pflanzenarten gelangen zumeist als Teich- und Aquarienabfälle ins Gewässer. Ein prägnantes Beispiel ist die tropische Muschelblume, die in zahlreichen, bis zu 60 cm durchmessenden Exemplaren die Erft ab Bedburg besiedelt.

Erftverband

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