Kanalanschluss

Der Erftverband betreibt die Kanalnetze der Gemeinde Rommerskirchen und der Städte Meckenheim und Zülpich.

Grundstücksanschluss
Für die Herstellung oder Veränderungen von Grundstücksanschlüssen ist beim Erftverband ein Antrag zu stellen. Die Antragsunterlagen mit allen erforderlichen Angaben für den Kanalanschluss erhalten Sie nach schriftlicher oder telefonischer Voranfrage. Bauliche Anforderungen, die aus der Entwässerungssatzung der Kommunen resultieren, sind mit den jeweiligen Tiefbauämtern abzustimmen.

Voranfrage
Folgende Angaben werden zur Bearbeitung benötigt:

  • Eigentümer und Antragsteller mit Anschrift und Telefonnummer
  • Angaben über das Grundstück mit Straße, Ortsteil, Flur und Flurstücksnummer

Nach Möglichkeit ist der Voranfrage ein Lageplan und eine Flurkarte mit Nordrichtung beizufügen. Bei Neuanschlüssen ist die Lage des Anschlusspunktes an den öffentlichen Kanal zu markieren.

Antrag
Das ausgefüllte Antragsformular ist zusammen mit den prüffähigen Entwässerungsplänen beim Erftverband einzureichen. Beachten Sie dazu auch unsere Hinweise zur Erstellung eines Anschlusses an die öffentliche Kanalisation. Der Erftverband prüft den Antrag und veranlasst die Herstellung eines neuen Anschlusses (falls nicht bereits vorhanden).

Anschluss
Während Bauarbeiten im öffentlichen Bereich ausschließlich vom Erftverband durchgeführt werden, obliegen die Anschlussarbeiten auf privatem Grundstück dem jeweiligen Eigentümer.

Die Kosten für die Anschlussarbeiten auf privaten Grundstücken und die der Dichtheitsprüfung trägt der Anschlussnehmer. Alte Anschlusskanäle, die nicht mehr genutzt werden können, müssen an der Grundstücksgrenze abgebunden und fachgerecht verschlossen werden.

Hinweis
Der Antrag für den Anschluss ist frühestmöglich zu stellen, zumindest aber sechs Wochen vor dem gewünschten Anschluss.

Rückstau in Kanalisationsanlagen
Da der Rückstau in Kanalisationsnetzen einen nicht vermeidbaren Betriebszustand darstellt, müssen Entwässerungseinrichtungen, die unterhalb der maximal eintretenden Rückstauhöhe (Rückstauebene) liegen, gegen Eintritt von rückfließendem Wasser aus der Kanalisation geschützt werden. Als Rückstauebene ist in der DIN EN12056-4 in ebenem Gelände die Straßenoberfläche im Bereich der Anschlussstelle festgelegt.

Daraus folgt, dass Entwässerungseinrichtungen im Keller in der Regel unterhalb der Rückstauebene liegen und somit gegen Rückstau geschützt werden müssen. Es können aber auch Entwässerungselemente wie z. B. ein tiefliegender Regeneinlauf im Garagen-, Garten- oder Kellertreppenbereich betroffen sein.

Dichtheitsprüfung privater Abwasseranlagen
Mit der Gesetzesänderung vom 5. März 2013 wurde der § 61 a „Private Abwasseranlagen“ ersatzlos aus dem Wassergesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (LWG) gestrichen. Thematisch wird die Dichtheitsprüfung privater Abwasseranlagen nun in § 53 „Pflicht zur Abwasserbeseitigung“ des LWG und § 61 „Selbstüberwachungsverordnung“ des LWG erfasst. Die in § 61 (2) des LWG genannte Rechtsverordnung (Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen – Selbstüberwachungsverordnung Abwasser – SüwVO Abw) ist am 9. November 2013 in Kraft getreten. Der Erftverband empfiehlt Dichtheitsprüfungen oder Sanierungen von Hausanschlussleitungen nur von solchen Firmen durchführen zu lassen, die entsprechend der Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 961 fremdüberwacht sind, z. B. durch den Güteschutz Kanalbau.

Von einer überstürzten Vergabe der Arbeiten, insbesondere im Rahmen von „Haustürgeschäften“, wird generell abgeraten.

Erftverband

Am Erftverband 6
50126 Bergheim
Tel: 02271/ 88-0
Fax: 02271/ 88-1210



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