Hochwasserrückhaltebecken des Erftverbandes geprüft

Hochwasserrückhaltebecken Eicherscheid

Hochwasserrückhaltebecken Eicherscheid

Mitte März prüfte die Bezirksregierung Köln die Hochwasserrückhaltebecken Horchheim und Eicherscheid des Erftverbandes. Die Prüfung erfolgte im Rahmen einer Talsperrenschau, die standardmäßig alle zwölf Monate erfolgt. Die nun vorliegenden Prüfberichte bescheinigen dem Erftverband, dass beide Anlagen technisch einwandfrei sind. Aufgrund des guten Zustands der beiden Hochwasserrückhaltebecken hat die Bezirksregierung Köln das Kontrollintervall von zwölf auf 18 Monate erweitert.

Das Hochwasserrückhaltebecken Eicherscheid unterhalb von Schönau liegt im Hauptlauf der Erft. Das Gewässer führt also direkt durch das Becken und mündet dort in einen 2,5 Hektar großen Landschaftssee. Aus diesem See fließt die Erft über den Entnahmeturm in zwei Rohrleitungen durch den Sperrdamm und erreicht unterhalb eines Tosbeckens wieder ihren ursprünglichen Lauf.

Ab einem Abfluss in der Erft von 3,5 m³/s – 3.500 Liter Wasser pro Sekunde – wird das Becken gestaut. Dies entspricht ungefähr einem 1-jährlichen Hochwasser. Der mittlere Abfluss der Erft beträgt hier nur rund einen Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Das rund 16 Hektar große Rückhaltebecken mit seinem 18 Meter hohen Damm kann bis zur Vollfüllung über eine Million Kubikmeter Wasser speichern. Das Becken bietet Schutz bis zu einem sogenannten 100-jährlichen Hochwasserereignis. Schadereignisse dieser Größenordnung sind selten und treten statistisch gesehen einmal in 100 Jahren auf.

Das Hochwasserrückhaltebecken Eicherscheid ging 1976 nach vier Jahren Bauzeit in Betrieb. Seit dieser Zeit wurde es bei Hochwasser der Erft wiederholt eingestaut und konnte dadurch größere Hochwasserschäden an der Erft bis Euskirchen verhindern.

Das Hochwasserrückhaltebecken bei Horchheim an der Erft ging 1983 in Betrieb. Es fasst auf einer Fläche von 70 Hektar rund 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser und bietet ebenfalls Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser. Die Anlage liegt wie das Becken bei Eicherscheid im „Hauptschluss“. Das Hochwasserrückhaltebecken Horchheim verfügt jedoch über zwei Durchlassbauwerke, da neben der Erft auch der Lommersumer Mühlengraben durch den Sperrdamm geführt werden muss. Der Damm der Anlage ist rund 840 Meter lang und fünf Meter hoch.

Überschreitet die Wasserführung der Erft einen Wert von 30 m³/s – 30.000 Liter Wasser pro Sekunde – beginnt der Einstau des Beckens. Dies entspricht einem 5-jährlichen Hochwasser. Normalerweise führt die Erft an dieser Stelle im Mittel nur 1,6 Kubikmeter Wasser pro Sekunde.

[Bergheim, 18. April 2016]

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