Technischer Hochwasserschutz

Wenn die Abflussleistung von Gewässern trotz regelmäßiger Unterhaltung nicht ausreichend ist und es bei Hochwasser zu Ausuferungen aus dem Gewässer kommt, besteht die Möglichkeit das Gewässerbett zu vergrößern, um das Wasser auch bei stärkeren Hochwasserereignissen abzuführen zu können – meist bis zum sogenannten 100-jährlichen Hochwasser als „Bemessungsereignis“. In diesem Fall spricht man von einem Ausbau des Gewässers. Die Dimensionierung zielt auf ein bestimmtes Abflussereignis und nicht auf den theoretisch größtmöglichen Abfluss. Das bedeutet, dass es auch an einem ausgebauten Gewässer zu Überflutungen kommen kann, allerdings sehr selten. Gegen das Restrisiko ist persönlich Vorsorge zu treffen. Falls ein Ausbau aus technischen, ökonomischen oder ökologischen Gründen nicht sinnvoll ist, kann mit Mauern oder Deichen ein frühzeitiges Ausufern des Gewässers verhindert werden. Wenn beide Möglichkeiten nicht zum Tragen kommen, muss ein Teil des Hochwassers zwischengespeichert werden. Dies geschieht in sogenannten Hochwasserrückhaltebecken.

Zurzeit betreibt der Verband 20 Hochwasserrückhaltebecken mit einem Stauvolumen von insgesamt 7,39 Millionen Kubikmeter. Diese Becken schützen die Siedlungsgebiete vor einem statistisch alle hundert Jahre zu erwartenden Hochwasser. Die Ereignisse in der jüngeren Zeit an der Elbe (2002) und Oder (1997) haben jedoch vor Augen geführt, dass deutlich größere Hochwasser als das Hundertjährliche vorkommen und daher ein absoluter Schutz vor Hochwasser nicht erreichbar ist.

Hochwasserrückhaltebecken Mödrath 4-4-3-hrb-moedrath2
Segmentwehr – Hochwasserrückhaltebecken Mödrath – Dreifeldschütz

Erftverband

Am Erftverband 6
50126 Bergheim
Tel: 02271/ 88-0
Fax: 02271/ 88-1210



Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet werden. Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der der Datenschutzerklärung