Hochwasser

PRESSEMITTEILUNG 18/2021

Bergheim, 19. Juli 2021

Die großflächigen Niederschläge am 14. Juli mit gemessenen Summen von 100 bis 170 mm in ca. 12 Stunden verursachten in der Nacht zum Juli in Verbindung mit hoher Vorfeuchte der Böden extreme Abflüsse  an der Erft und den Nebengewässern. Betroffen war insbesondere die Hochwasserentstehungsgebiete an der Oberen Erft, dem Eschweilerbach, Rot- und Veybach, die Swist und Einzugsgebiet der Steinbachtalsperre.

Am Pegel Schönau oberhalb des HRB Eicherscheid stieg der Pegel in wenigen Stunden von 28 cm auf 209 cm und damit 80 cm über dem bisherigen Höchststand (Hochwasser 2007, Messreihe seit 1979) und 50 cm über dem bislang angenommenen Wasserstand für ein extremes Hochwasser. Abflusswerte deutlich über einem bislang angenommenen Extremhochwasser wurden fast im gesamten südlichen Erfteinzugsgebiet registriert (alle Swist- und Rotbachpegel, die Pegel an Vey-, Eschweilerbach und Oberen Neffelbach sowie die Erftpegel  Hausweiler, Bliesheim und Gymnich). Demzufolge waren auch die Hochwasserrückhaltebecken Eicherscheid und Horchheim an der Erft sowie Niederberg am Rotbach überlastet. Teilweise wurde sogar die Dammkrone überströmt.

Am Pegel Bliesheim (Aufzeichnungen seit 1965) unterhalb des Zusammenflusses von Erft und Swist lag der Pegelhöchststand bei 407 cm (15. Juli 09:40), 1,5 m über dem bisherigen Maximum. Trotz des Eindringens der Erft in den Kies-Tagebau bei Blessem war die Zulaufmenge zum Kerpener Bruch unterhalb von Gymnich ebenfalls extrem. Das großflächig in die Aue ausgeuferte Wasser versickerte überwiegend und gelangte nur zu einem geringen Teil zurück in die Erft. Aus diesem Grund lag der Pegel Kerpen-Mödrath unterhalb des Ausuferungsbereichs während des gesamten Ereignisses nicht über einem Wasserstand von ca. 150 cm (ca. 23 m³/s), was in etwa einem 10-jährlichen Abfluss entspricht. Aktuell sind alle Pegel fallend.

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Am Erftverband 6
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