EV-Telegramm 9/16

Erftverband erhält Förderungen für Bedarfs- und Effizienzanalysen zur Spurenstoffelimination
Dem Erftverband wurden Fördermittel in Höhe von 524.742 € für die Erstellung von Bedarfs- und Effizienzanalysen zur Spurenstoffelimination bewilligt. Die Studien für insgesamt zehn Kläranlagen an der Erft beinhalten eine ausführliche Analytik der Kläranlagenzu- und -abläufe sowie des Gewässers. Darauf aufbauend wird untersucht, ob ein Bedarf für eine Spurenstoffelimination bestehen könnte und wo eine Umsetzung effizient wäre. Mit einer weiteren geförderten Studie wird eine Stoffstromanalyse für die gesamte Erft durchgeführt. Die Untersuchungen zur Gewinnung weiterer Erkenntnisse zum Aufkommen und zur gegebenenfalls erforderlichen Reduzierung von Mikroschadstoffen sind notwendige Grundlagen zur Erstellung eines grundsätzlichen Konzepts.

Fünf Jahre Kappung von Grundwasserspitzen in Korschenbroich
Seit Dezember 2011 betreibt der Erftverband in Korschenbroich insgesamt sieben Förderbrunnen sowie einen Schwimmponton zur Seespiegelregulierung im Baggersee Myllendonk, um hohe Grundwasserstände zu kappen. Nach fünf Jahren Betrieb zogen Erftverband und Stadt Korschenbroich am 27. September im Rahmen einer Bürgerinformation Bilanz: Durch das Abpumpen von Grundwasser bei hohen Grundwasserständen können rund 900 Gebäude in Korschenbroich vor nassen Kellern bewahrt, bei vielen weiteren Gebäuden die Schäden reduziert werden. Die bis zu 25 Meter tiefen Brunnen sowie der Schwimmponton in Herrenshoff werden nur bei genau definierten Grundwasserständen (Einschaltwerten) aktiviert, um Grundwasser abzupumpen. Sobald der Grundwasserstand wieder unter einen festgelegten Ausschaltwert fällt, werden die Kappungsanlagen abgeschaltet.
Die Kappung von Grundwasserspitzen in Korschenbroich ist zunächst bis 2021 geplant. Alle Informationen über das Projekt und den Betrieb der Kappungsbrunnen sind online unter www.grundwasser-korschenbroich.de abrufbar.

Erftverband lädt ein zum wasserwirtschaftlichen Informationstag
Der Erftverband lädt seine Mitglieder zum 3. Wasserwirtschaftlichen Informationstag am 4. November 2016 ein. Themen werden u. a. das neue Landeswassergesetz, Inhalt und Aufgabe der Gewässerkonzepte, Abwassertechnik sowie aktuelle wasserwirtschaftliche Themen in Brüssel und Berlin sein. Der Informationstag ist kostenfrei. Näheres zur Anmeldung finden Sie hier: [Anmeldung].

Breitbandkabel in Abwasserkanälen?
Der Bundesrat hat am 23. September 2016 das sog. DigiNetz-Gesetz verabschiedet. Es verpflichtet u. a. die Betreiber öffentlicher Abwasserkanäle im Grundsatz, die Mitverlegung von Breitbandkabeln im Kanal zu gestatten und Tiefbauarbeiten mit Betreibern von Breitbandkabeln zu koordinieren. Kanalnetzbetreiber können die Mitverlegung unter eng begrenzten Voraussetzungen ablehnen. Wir werden hierzu auf dem Infotag am 4. November 2016 berichten.

Bundesverwaltungsgericht verpflichtet zur Nachbesserung
Das Bundesverwaltungsgericht hat den Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der Weser für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt. Das Verfahren hat deswegen auch für den Erftverband Bedeutung, weil es u. a. um den Inhalt des Verschlechterungsverbots nach der Wasserrahmenrichtlinie geht, zu dem sich auch der Europäische Gerichtshof geäußert hatte. Der Senat bemängelte u. a. die fehlende wasserwirtschaftliche Prüfungstiefe der Auswirkungen des Weserausbaus. In der Praxis dürfte die Entscheidung zu noch mehr Aufwand bei Erstellen von Genehmigungsanträgen mit Wasserbezug führen.

61. Sitzung des Ausschusses für Hydrologie und Wasserversorgung
Am 25. Oktober 2016 tagt der Ausschuss für Hydrologie und Wasserversorgung im Naturparkzentrum Gymnicher Mühle. Im Rahmen dieser Sitzung werden die Ausschussmitglieder  u. a. über den Stand der Tagebauentwässerung, das Langfristkonzept zur Sicherstellung der künftigen Wasserversorgung in der Erftscholle, den Entwurf der hydrologischen Untersuchung Nr. 73 sowie die Anwendungsbeschränkungen für den Einsatz von Chloridazon in Trinkwassergewinnungsgebieten informiert.

Aufrechterhaltung der Zertifikate für das gut funktionierende Qualitäts- und Umweltmanagementsystem des Erftverbandes
Nach erfolgreich abgeschlossenem Überwachungsaudit Anfang Juli 2016 hat die Zertifizierungsgesellschaft den Auditbericht der externen Gutachter vorgelegt und dem Erftverband die Aufrechterhaltung der Zertifikate für sein gut funktionierendes integriertes Managementsystem zugesprochen. Der Auditbericht enthält sechs Verbesserungspotenziale und sieben Hinweise, die zur Nachverfolgung in das erftverbandsinterne Maßnahmenmanagement QUMS-MM eingetragen und den zuständigen Beschäftigten zur Bearbeitung zugewiesen wurden.

Bestätigung zum geprüften Technischen Sicherheitsmanagement TSM Abwasser erhalten
Im Rahmen der Bundestagung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. – DWA überreichte am 28. September 2016 der Präsident der DWA, Bauass. Dipl.-Ing. Otto Schaaf, dem Vorstand des Erftverbandes, Norbert Engelhardt,  und dem Bereichsleiter Abwassertechnik, Heinrich Schäfer, die TSM-Urkunde. Mit diesem Zertifikat bestätigt die DWA erneut, dass der Erftverband in seinem Technischen Sicherheitsmanagement die Vorgaben des Merkblattes DWA-M 1000 hinsichtlich der Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Betreibern von Abwasseranlagen umgesetzt hat.

Erftverband verbessert ökologische Durchgängigkeit von Liblarer Mühlengraben und Schwarzau
Seit Anfang September baut der Erftverband ein naturnah gestaltetes Umgehungsgerinne um den Absturz Köttingen im Liblarer Mühlengraben. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Die rund 80 Zentimeter hohe Betonschwelle am Zusammenfluss von Liblarer Mühlengraben und Schwarzau behindert die ökologische Durchgängigkeit der Gewässer.
Der neue Gewässerlauf des Liblarer Mühlengrabens umgeht das Querbauwerk auf einer Länge von 120 Metern, bevor er wieder in die alte Trasse des Mühlengrabens zurückkehrt. Der Absturz, der bisher aufgrund der geringeren Sohlhöhe der einmündenden Schwarzau erforderlich war, wird teilweise zurückgebaut. Die Schwarzau erhält auf rund 40 Metern ebenfalls ein neues Bett. Ihre Mündung in den Mühlengraben wird entsprechend weiter ins Unterwasser verlegt.
Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Arbeiten zu 80 Prozent.

image_print

  • Ansprechpartner

    Bärbel Lambertz
    Tel. (02271) 88-1213

    Jochen Birbaum
    Tel. (02271) 88-1158

    Vorstandsbüro des Erftverbandes
    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim

  • Erftverband

    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim
    Tel: 02271/ 88-0
    Fax: 02271/ 88-1210


    Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet werden. Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der der Datenschutzerklärung