EV-Telegramm 8/16

Ergebnis zur erfolgreichen Wiederholungsprüfung des Technisches Sicherheitsmanagement im Bereich Abwassertechnik liegt vor
Mit ihrem Ergebnisbrief bestätigt die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. – DWA, dass der Erftverband die Anforderungen an die Qualifikation und Organisation von Betreibern von Abwasseranlagen gemäß DWA-Merkblatt M 1000 ohne Einschränkungen erfüllt.

Pressetermin zur Festlegung von Brunnenstandorten für die zukünftige Kappung von Grundwasserspitzen in Dormagen-Gohr
Im Rahmen eines gemeinsamen Pressetermins der Stadt Dormagen, des Erftverbands und des Rhein-Kreises Neuss am 16. August 2016 in Dormagen-Gohr wurden die geplanten drei Brunnenstandorte für die zukünftige Kappung von Grundwasserspitzen im Unterdorf vorgestellt. Die Standorte der Brunnen und die Trassen für die Ableitungsbauwerke des geförderten Grundwassers in den Gohrer Graben wurden vom Erftverband in Abstimmung mit den Technischen Betrieben Dormagen festgelegt. Die Detailplanung und der Bau der Kappungsbrunnen und Ableitungen sowie die Beantragung einer wasserrechtlichen Erlaubnis für den 10-jährigen Betrieb der Brunnen bei hohen Grundwasserständen werden erst nach Überschreiten von festgelegten, kritischen Grundwasserständen erfolgen. Die Stadt Dormagen trägt 20 % der  Investitions- und Betriebskosten, der Rhein-Kreis Neuss beteiligt sich mit 10 % an den Investitionskosten für die drei Förderbrunnen.
Durch eine Kappung von Grundwasserspitzen wird zukünftig eine große Zahl von Hauseigentümern im Unterdorf von Gohr vor vernässungsbedingten Gebäudeschäden durch hohe Grundwasserstände geschützt.

Bohrprogramm zur Errichtung neuer Grundwassermessstellen beginnt
Der Erftverband lässt ab Anfang September wieder neue Grundwassermessstellen in seinem Tätigkeitsgebiet errichten. Geplant ist der Bau von 26 Messrohren an 14 Standorten. Mit 15 Messrohren wird mehr als die Hälfte der Bohrkapazität für den Ersatz ausgefallener Messstellen aufgewendet. Die übrigen elf Messrohre sind zur Messnetzverdichtung vorgesehen. Vier dieser elf Messrohre werden als Steuer- und Überwachungsmessstellen in Dormagen-Gohr errichtet, um die zukünftig geplanten Maßnahmen zur Kappung von Grundwasserspitzen vorzubereiten. Die Dauer der Bohrkampagne wird voraussichtlich etwa drei Monate betragen.

Mündliche Verhandlung des Spruchausschuss
Erstmals seit fast zehn Jahren hat der Spruchausschuss des Erftverbandes wieder über den Widerspruch eines Erftverband-Mitglieds gegen seinen Beitragsbescheid verhandelt. Seit einer Gesetzesänderung zu Beginn dieses Jahres  müssen Mitglieder des Erftverbandes gegen einen Beitragsbescheid zunächst Widerspruch einlegen, bevor sie Klage erheben können. In der einem Gerichtstermin ähnlichen Verhandlung beurteilen ein Richter und vier Vertreter der Ministerien/der Bezirksregierung den Widerspruch.

Informationsfluss S16
Dieses Sonderheft des Informationsflusses informiert fachlich über den Grundwasserwiederanstieg in der Region und gibt Analysen und Anregungen nach außen, die zu einer Ver­sachlichung der Diskussion beitragen kön­nen. Das Heft geht u. a. den Fragen nach: Wann und wo findet der Grundwasserwie­deranstieg statt? Welche Folgen ergeben sich daraus? Worauf gründet sich die be­sondere Situation in der Erftaue? Wie wirkt sich der Grundwasserwiederanstieg auf das Hochwasserrisiko aus?
Der Informationsfluss S16 ist online auf der Internetseite des Erftverbandes unter www.erftverband.de/aktuelles/informationsfluss/informationsfluss-s16 abrufbar.

Vereinbarung zum Ausbau des Orbachs geschlossen
Um den Orbach in Odendorf aufzuwerten, haben die Gemeinde Swisttal und der Erftverband am 15. August eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen. Der Orbach fließt bislang in einem festen Betonbett. Es ist vorgesehen, eine Seite dieses „Kastenprofils“ durch eine Böschung zu ersetzen. Dadurch wird der Gewässerquerschnitt vergrößert, so dass der Hochwasserschutz erhalten bleibt. „Störsteine“ auf der Gewässersohle und eine Bepflanzung von Sohle und Böschung schaffen verschiedene Lebensräume und ergänzen die geplanten Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Gewässers. Der Erftverband und die Gemeinde Swisttal legen mit der Verwaltungsvereinbarung die weitere Kooperation fest. Der Erftverband wird in einem ersten Schritt ein Ingenieurbüro mit der Erarbeitung der Planung des Gewässerausbaus sowie der städtebaulichen Interessen der Gemeinde, soweit sie mit der wasserrechtlichen Planfeststellung in Zusammenhang stehen, beauftragen. Die Gemeinde wird das Planungsbüro mit den Planungsarbeiten betrauen, die den rein städtebaulichen Aspekten dienen. Der Erftverband und die Gemeinde bilden eine Steuerungsgruppe. Aufgabe der Steuerungsgruppe ist insbesondere die Koordinierung der Datenbereitstellung, die Überprüfung des Bearbeitungsstands sowie die Beantragung von Fördermitteln

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    Tel. (02271) 88-1213

    Jochen Birbaum
    Tel. (02271) 88-1158

    Vorstandsbüro des Erftverbandes
    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim

  • Erftverband

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