EV-Telegramm 7/16

Qualitäts- und Umweltmanagement – erneute Überwachung erfolgreich
Vom 4. bis 7. Juli hat sich der Erftverband erneut der Überprüfung seines Qualitäts- und Umweltmanagementsystems gestellt. Zum Abschluss des ersten Überwachungsaudits nach der dritten Rezertifizierung bescheinigten die externen Gutachter dem Erftverband ein gut funktionierendes Managementsystem. In der Abschlussbesprechung haben die Auditoren zugesagt, in ihrem Bericht an die Zertifizierungsstelle die Aufrechterhaltung der Zertifikate nach DIN EN ISO 9001 und 14001 zu empfehlen.

Landtag verabschiedet neues Landeswassergesetz 2016
Der Landtag hat am 6. Juli 2016 das neue Landeswassergesetz – LWG – verabschiedet. Es enthält auch Änderungen des Erftverbandsgesetzes und wird am Tage nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt in Kraft treten. Den Gesetzentwurf finden Sie hier, den Text mit den Änderungen der (mit)beratenden Ausschüsse sowie die vom Landtag beschlossenen Änderungen können hier abgerufen werden. Wichtig ist, dass die kommunalen Mitglieder dem Erftverband wieder auf freiwilliger Basis die Pflicht zum Sammeln und Fortleiten von Abwasser übertragen können (sog. Kanalnetzübernahme). Eine kurze Zusammenfassung des neuen LWG steht auf unserer Website.

Verbindungskanal Miel
Der Erftverband beabsichtigt, die Kläranlage Miel im Zuge der Umsetzung des Masterplans Abwasser 2025 bis zum Jahre 2019 still zu legen. Hierzu ist ein neuer Verbindungskanal zum Gruppenklärwerk Flerzheim zu errichten. Zur Planung der Maßnahme sind Ingenieurleistungen der Leistungsbilder Objektplanung, technische Ausrüstung, Tragwerksplanung und Vermessung in den Leistungsphasen 1-9 gem. HOAI erforderlich. Die Vergabe der Ingenieurleistungen erfolgte im Vergabeverfahren nach VgV (ehe. VOF), der Ingenieurauftrag wurde erteilt.

Awasserbeseitigungskonzept Rommerskirchen 2017 – 2022
Zur Erfüllung der Aufgaben nach § 53 Abs. 1 Nr. 7 LWG i. V. m. § 53 Abs. 1a LWG sowie nach § 54 Abs. 3 LWG haben die Gemeinden und Abwasserverbände die zur ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung notwendigen Abwasseranlagen in angemessenen Zeiträumen zu planen, zu errichten, zu erweitern oder den allgemein anerkannten Regeln der Abwassertechnik anzupassen. Der Stand der öffentlichen Abwasserbeseitigung sowie die zeitliche Abfolge und die geschätzten Kosten der zur Erfüllung der Abwasserbeseitigungspflicht notwendigen Baumaßnahmen sind im Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) darzustellen.
Ist die Pflicht zur Abwasserbeseitigung nach § 54 Abs. 1 LWG aufgeteilt, sind das kommunale und das Verbandskonzept sachlich und zeitlich aufeinander abzustimmen. Im Abwasserbeseitigungskonzept der Kommune sind die Verbandsmaßnahmen nachrichtlich darzustellen.
Das Abwasserbeseitigungskonzept wird der oberen Wasserbehörde vorgelegt, eine weitere Ausfertigung erhält die untere Wasserbehörde. Das Abwasserbeseitigungskonzept wird im Abstand von sechs Jahren fortgeschrieben. Die vorliegende 4. Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzeptes der Gemeinde Rommerskirchen 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2022 wurde erstellt und von der Gemeinde Rommerskirchen verabschiedet.

Bürgerinformation zum Retentionsbodenfilter Mahlberg
Am 19. Juli 2016 fand eine Bürgerinformation in Bad Münstereifel Mahlberg statt, um interessierten Bürgern die Funktion und Aufgabe des neu errichteten Retentionsbodenfilters in Mahlberg zu erläutern. Im Anschluss an die Präsentation fand noch eine gemeinsame Begehung der Betriebsstelle statt.

Sekundäraue Bedburg
Die Erdarbeiten zur Herstellung der Sekundäraue in Bedburg werden in Kürze abgeschlossen. Auf einer Länge von ca. 500 m und einer Breite von ca. 25 m wurde das rechte Erftufer zwischen Feuerwache und Realmarkt abgesenkt, eine Sekundäraue geschaffen und somit ein weiterer Baustein des Perspektivkonzept „Erftumgestaltung 2045“ umgesetzt. Im Zuge der Maßnahmenumsetzung wurden noch verbliebene  Rohrleitungen und alte Bauwerke der ehemaligen Zuckerfabrik zurück gebaut. Die Entsorgung des angefallen Bauschutt, sowie weitere Restarbeiten werden in den nächsten Wochen erfolgen. Abschließend sind für den Herbst eine Initialbepflanzung sowie die Anschüttung kleiner Buhnen am linken Ufer geplant.

Hochwasser an Rotbach und Bleibach
Am 21. Juli ereignete sich  zwischen 15:30 und 17:30 Uhr an den Oberläufen von Rot- und Bleibach (Raum Mechernich/Kommern) ein Starkniederschlagsereignis. An den Niederschlagsstationen des Erftverbandes wurden Stundensummen von 45 mm (Mechernich) und 79 mm (Mechernich-Glehn) registriert. Insgesamt verzeichneten beide Stationen während des Starkregenereignisses 68 mm (Mechernich) bzw. 85,8 mm (Mechernich-Glehn) Niederschlag. Zwischen beiden Stationen sind vermutlich noch höhere Mengen gefallen. In der statistischen Einordnung ist das Niederschlagsereignis damit deutlich seltener als hundertjährlich. In den darauf folgenden Stunden kam es an den Oberläufen von Rotbach und Bleibach in mehreren Ortslagen zu Überschwemmungen. Gegen 20:00 Uhr wurde am Pegel Schwerfen (Rotbach) der Wellenscheitel bei einem Wasserstand von 164 cm erreicht. Da es sich um eine sehr kurze und steile Hochwasserwelle handelte, war der Wasserstand bereits zwei Stunden nach Erreichen des Wellenscheitels wieder deutlich gesunken.

Kanalsanierung in Rommerskirchen-Gill-Ost und Eckum abgeschlossen
Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit ist die Kanalsanierung in Rommerskirchen-Gill-Ost und -Eckum abgeschlossen. Die Arbeiten begannen Ende Januar 2015 mit der Sanierung der öffentlichen Kanalisation. Zeitgleich mit den Arbeiten an der öffentlichen Kanalisation begannen auch die Reparaturen von defekten Hausanschlüssen in offener Bauweise. Der gemeinsame Beginn von offener und geschlossener Sanierung hat sich bewährt, da er die Gesamtbauzeit verkürzt.
In beiden Ortslagen sanierte der Erftverband insgesamt rund 1.000 m Hausanschlussleitungen und 200 Anschlussstutzen. Zirka 90 nicht mehr benutzte Anschlüsse wurden von Robotern direkt im Kanal verschlossen. Die Kosten für die Kanalsanierung belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro.

Kanalnetz Meckenheim: Pumpwerk erneuert Regenrückhaltebecken im Bau
Um das Kanalnetz in Meckenheim bei Starkregenereignissen zu entlasten, baut der Erftverband einen Entlastungskanal mit zwischengeschaltetem Regenrückhaltebecken an der Gudenauer Allee. Die Arbeiten begannen Ende Mai und dauern voraussichtlich bis März 2017. Die Maßnahme kostet rund 1,5 Millionen Euro. Die Meckenheimer Kanalisation verfügt im betroffenen Gebiet über getrennte Kanäle für Abwasser und Regenwasser. Das Regenrückhaltebecken wird an die bestehende Niederschlagswasserkanalisation angeschlossen. Bei starken Niederschlägen wird Regenwasser aus der Kanalisation im Regenrückhaltebecken zunächst gespeichert und später gedrosselt in das Kanalnetz eingeleitet. Das Erdbecken kann rund 1,5 Millionen Liter Wasser zurückhalten. Bereits abgeschlossen sind die Arbeiten am neuen Pumpwerk am Israhel-van-Meckenem-Weg. Die Anlage verhindert, dass sich bei Starkregen Wasser in der Unterführung sammelt und den Kanal überstaut.
Nach den Starkregenereignissen der letzten Jahre wurden gemeinsam mit der Stadt Meckenheim Präventivmaßnahmen beleuchtet, die Auswirkungen auf die Entlastung des gesamten Kanalnetzes haben werden. Grundsätzlich entspricht die derzeitige Aufnahme- und Leistungsfähigkeit des Kanalnetzes in Meckenheim den gesetzlichen Vorgaben. Die nun vorgenommenen Maßnahmen werden konkret für nicht kalkulierbare große Regenmassen durchgeführt.

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    Jochen Birbaum
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