EV-Telegramm 5/16

Sanierung von Regenrückhaltebecken im Industriepark Meckenheim
Der Erftverband betreibt im Industriepark Kottenforst der Stadt Meckenheim ein Regenrückhaltebecken im Trennsystem ohne weitergehende Niederschlagswasserbehandlung. Auf der Grundlage des Trennerlasses wird die weitergehende Behandlung des Niederschlagswassers erforderlich. Zur Verbesserung der stofflichen Situation am Swistbach in Meckenheim ist daher vorgesehen, ein Regenklärbecken zu errichten. Die Ingenieurleistungen hierzu wurden vergeben.

EuGH erlaubt Kraftwerksbau trotz Verschlechterung
Der Europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 5. Mai 2016 (Rechtssache c-346/14) festgestellt, dass der Bau und Betrieb eines Wasserkraftwerks auch dann zulässig sein kann, wenn sie zu einer Verschlechterung des guten ökologischen Zustands des Gewässers (hier von sehr gut auf gut) führen. In dem Rechtsstreit  ging es um den Bau eines Wasserkraftwerks. Der EuGH sagt, das überwiegende Interesse am Bau des Kraftwerks sei von der österreichischen Behörde in juristisch vertretbarer Weise auf die Kriterien erneuerbare Energie und Substitution CO2- ausstoßender fossiler Stromerzeugung gestützt worden (Ermessen). Es gibt also beim Verschlechterungsverbot einen Spielraum, der genutzt werden sollte. Der nächste Informationsfluss (Heft 3/16) berichtet über dieses Urteil.

Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Gill
Am 4. Mai wurden am HRB Gill mit brachialer Gewalt die Steuerungsmotoren für die Schütze zerstört. Der Schaden, der sich nach bisheriger Schätzung auf ca. 8.000 € beläuft wurde zur Anzeige gebracht. Um die Funktion des HRB bis zur abschließenden Reparatur sicher zu stellen, wurde eine provisorische manuelle Bedienung montiert. Die neuen Motoren werden bei der Montage mit einer zusätzlichen Schutzabdeckung versehen, um weiteren Vandalismusschäden vorzubeugen.

Sanierung der linken Wehrklappe an W 9 in Grevenbroich
Beim Ausbau des defekten Hydraulikzylinders an W9 in Grevenbroich wurde festgestellt, dass auch die im Normalfall unter Wasser liegenden Lagerbuchsen der Wehrklappe durch Korrosion über die Jahre ausgeschlagen waren. Daher wurde die Wehrklappe zur Instandsetzung ausgebaut und zu einer Spezialfirma gefahren. Parallel werden die Wehrwangen mit neuem Korrosionsschutz versehen und der hydraulische Antrieb überarbeitet.

Talsperrenschau
In den letzten Monaten wurden u. a. die drei großen Hochwasserrückhaltebecken im Süden des Einzugsgebiets, Eicherscheid, Horchheim und Niederberg von der zuständigen Aufsichtsbehörde im Rahmen der Talsperrenschau überprüft. Die Prüfung verlief ohne technische Mängel und aufgrund des guten Zustands der Anlagen konnte die nächste Prüffrist um sechs Monate verlängert werden. Somit stehen die nächsten Prüfungen in 18 Monaten an.

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