EV-Telegramm 4/2014

Kappung von Grundwasserspitzen zukünftig auch in Dormagen-Gohr
Das vom Erftverband erarbeitete und Anfang 2014 modifizierte Konzept zur Kappung von Grundwasserspitzen soll zukünftig auch in Dormagen-Gohr umgesetzt werden, um eine große Zahl von Hauseigentümern im Unterdorf vor vernässungsbedingten Gebäudeschäden durch hohe Grundwasserstände zu schützen. Die notwendige Zahl von mindestens 120 unterzeichneten öffentlich-rechtlichen Verträgen zwischen den Bürgern und der Stadt Dormagen wurde Ende März erreicht. Die Stadt trägt 20 % der Investitions- und Betriebskosten, der Rhein-Kreis Neuss beteiligt sich mit 10 % an den Investitionskosten für insgesamt drei Förderbrunnen in der Ortslage Gohr. Es ist vorgesehen, dass der Erftverband in Abstimmung mit der Stadt Dormagen diese Förderanlagen bei Überschreiten einer kritischen Grundwasserstandshöhe baut und für zunächst zehn Jahre bei hohen Grundwasserständen betreibt.

Erftverband auf der Landesgartenschau Zülpich
Vom 16. April bis zum 12. Oktober 2014 öffnen sich die Tore zur Landesgartenschau 2014 Zülpich. Auch der Erftverband ist mit einem Ausstellungsbeitrag vertreten und veranstaltet an zahlreichen Wochenenden für die kleinen und großen Besucher der Landesgartenschau verschiedene Mitmachaktionen zum Grundwasser-, Gewässer- und Hochwasserschutz oder über die Tiere und Pflanzen in/an den Gewässern. Für Radfahrer bietet der Erftverband zwei geführte Exkursionen zum Neffelbach (6. Juni) und zum Rotbach (25. April) an. Auch die Kläranlage Zülpich-Bessenich kann an vier Terminen (11. Mai, 13. Juni, 9. August und 12. September) besucht werden.

Wärmeversorgung mit Sümpfungswasser geht in Betrieb
Nach rund sechs Monaten Bauzeit nahm der Erftverband am 15. April in Bergheim die erste und größte Heizung in Deutschland mit einem selbstreinigenden Wärmetauscher in Betrieb, die Energie aus Sümpfungswasser gewinnt. Die Anlage mit einer Gesamtkapazität von 620 Kilowatt nutzt das warme Grundwasser aus dem Tagebau Hambach zur Wärmeversorgung der Gebäude am Standort Bergheim. Der Erftverband investierte rund 650.000 Euro in diese effiziente und klimafreundliche Technik. Bei einem jährlichen Gesamtbedarf von 1200 Kilowattstunden spart der Erftverband im Jahr rund 58.000 Euro an Heizkosten ein.

Neues EEG und BHKW auf Kläranlagen
Am 08.04.2014 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines „Erneuerbare-Energien-Gesetzes“ (sog. EEG-Novelle) beschlossen. Sie soll am 01.08.2014 in Kraft treten. Für die Mitglieder des Erftverbandes ist u.a. von Bedeutung, ob der in den Blockheizkraftwerken (BHKW) des Verbandes selbst erzeugte Strom (zur Zeit rd. 10.000.000 kW/h) von der EEG-Umlagepflicht wie bisher befreit bleibt. Grundsätzlich soll dies bei den heute bestehenden Anlagen so sein (Bestandsschutz). Werden solche Anlagen modernisiert, kommt es für den Bestandsschutz auf das Alter des BHKW an. Der Strom aus nach dem 01.08.2014 in Betrieb gehenden BHKW wird unter bestimmten Voraussetzung hälftig, sonst voll mit der EEG Umlage belastet.

Überleitung KA Villau zur KA Grevenbroich
Gemäß Masterplan wird der Kläranlagenstandort Villau aufgegeben, da der Betrieb im Vergleich zur Mitbehandlung des Abwassers auf der Kläranlage Grevenbroich wirtschaftlicher ist. Die Überleitung kann nur mittels Pumpstation und einer kombinierten Druck-/Freispiegelleitung realisiert werden.
Der Rhein-Kreis-Neuss plant den Rückbau der K 10 zwischen Barrenstein und Grevenbroich-Noithausen mit Deckenerneuerung, Herstellung eines Trennstreifens und eines Radweges in Fahrtrichtung Noithausen. Dabei ist die Verlegung des Freispiegelabschnittes im geplanten Radweg entlang der K 10 vorgesehen. Aus diesem Grunde wird dieser Abschnitt gemeinsam mit dem Kreis durchgeführt. Das Ausschreibungsverfahren hierzu wurde eröffnet.

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