EV-Telegramm 12/2014

EV Infotag zu aktuellen wasserwirtschaftlichen Fragen
Über 50 Mitglieder kamen zum wasserwirtschaftlichen Infotag, zu dem der Erftverband für den 7. November eingeladen hatte. Die Referenten des Erftverbandes und des Verbandes der nordrhein-westfälischen Wasserwirtschaftsverbände agw berichteten über aktuelle wasserrechtliche und -politische Entwicklungen, die Ergebnisse der sogenannten Runden Tische und die Belastung des Grundwassers mit Metaboliten von Pflanzenschutzmitteln in der Region. Eine lebhafte Diskussion schloss sich an die Referate an. Der Erftverband wird seine Mitglieder für Anfang November 2015 erneut zu einem Infotag über aktuelle Wasserthemen in der Region einladen.

Energieanalyse GKW Korschenbroich-Glehn
Die NRW.BANK gewährt dem Erftverband eine Zuwendung in Höhe von 50 % der förderfähigen Ausgaben zur Erstellung einer Energieanalyse für das Gruppenklärwerk Korschenbroich-Glehn aus Mitteln der Zuwendungsrichtlinie „Ressourceneffiziente Abwasserbeseitigung NRW“. Diese Energieanalyse bildet die Grundlage für eine weitere energetische Effizienzsteigerung der Kläranlage Glehn und ermöglicht die Beantragung weiterer Zuwendungsmittel aus dieser Richtlinie.

Delegiertenversammlung in Grevenbroich
Am 09. Dezember treffen sich die 102 Delegierten der Mitglieder des Erftverbandes zur 89. Delegiertenversammlung im ADAC Fahrsicherheitszentrum in Grevenbroich. Auf der Tagesordnung stehen u.a. der Sachstandsbericht des Vorstands, der Bericht der Rechnungsprüfer über das Wirtschaftsjahr 2013, die Veranlagungsrichtlinien 2015, der Wirtschaftsplan 2015 sowie die Kappung von Grundwasserspitzen in Dormagen-Gohr durch den Erftverband.

Kick-off-Meeting auf der Kläranlage Rheinbach
Am 30. Oktober 2014 wurde auf der Kläranlage Rheinbach eine halbtechnische Versuchsanlage zur weitergehenden Reinigung des Ablaufs der Kläranlage in Betrieb genommen. Drei Retentionsbodenfilter mit jeweils einer Höhe von 1,60 m, einem Durchmesser von 1,40 m und unterschiedlichen Filtermaterialien werden nun in regelmäßigen Zyklen mit dem Ablauf der Kläranlage beschickt. Ziel ist es, mit diesen Retentionsbodenfiltern anthropogene Spurenstoffe (z. B. Arzneistoffe, Pflanzenschutzmittel) zurückzuhalten. In dem Projekt werden die Reinigungsleistungen und Eliminationsmechanismen der verschiedenen Filtermaterialien im Bezug auf die Spurenstoffe untersucht. Finanziert wird das Projekt durch die Europäische Union im Rahmen des internationalen Forschungsvorhabens TAPES (Transnational Action Program on Emerging Substances).

Zukunftspreis 2014 des Erftverbandes
Der Erftverband-Zukunftspreis, den der Verband im Rahmen des Wasserwirtschaftssilvesters zum vierten Mal verliehen hat, geht in diesem Jahr an zwei Preisträger. Zum einen erhalten die Erzieherinnen und Erzieher der städtischen Kindertageseinrichtung Euskirchen-Kreuzweingarten den Preis für ihr beispielhaftes Engagement, Kinder für die Natur und besonders das Element „Wasser“ zu begeistern. So lernen bereits die Kleinsten spielerisch Technik und Naturwissenschaften kennen.
Der Zukunftspreis des Erftverbandes 2014 geht ebenfalls an Sebastian Ziskoven, Student der Fachhochschule Köln, für seine Bachelor-Arbeit. Ziskoven sammelte Daten und Erfahrungen zur Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken auf Kläranlagen und schuf damit wichtige Grundlagen für die Nutzung des regenerativen Energieträgers Klärgas.

Wasserwirtschaftsjahr 2013/2014 verabschiedet
Anlässlich des endenden Wasserwirtschaftsjahres begrüßten Dr. Dieter Gärtner, stellvertretender Verbandsratsvorsitzender, und Norbert Engelhardt, Vorstand des Erftverbandes, am 31. Oktober rund 250 Gäste im Kulturhof des Klosters Knechtsteden zum „Wasserwirtschaftssilvester“. Als Gastredner dieser besonderen Silvesterfeier referierte Dr. Jaroslav Poncar von der Fachhochschule Köln über die Mysterien der heiligen Flüsse Indiens.
Das Wasserwirtschaftsjahr 2013/2014 bot vor allem in den Sommermonaten extreme Wetterlagen: Sturm, Starkregen und Hochwasser. Häufige Starkregenereignisse belasteten vielerorts die kommunalen Abwasserkanäle. Der Erftverband sieht hier ein zusätzliches Informationsbedürfnis der Bürger und wird neben den Aufgaben des Betriebs der Kanalnetze von Rommerskirchen, Meckenheim und Zülpich noch stärker tätig werden, vor allem in Bezug auf Schutz- und Gegenmaßnahmen, die die Anwohner selbst ergreifen können.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Wasserwirtschaftsjahres war der Masterplan Abwasser 2025. Er sieht vor, in den nächsten elf Jahren 19 der 40 Kläranlagen des Verbandes stillzulegen und das Abwasser auf den verbleibenden Kläranlagen zu reinigen. Zwei Maßnahmen befinden sich bereits in der Umsetzung.

Kontrollbefischung der renaturierten Erft am Bergheimer Vogelwäldchen
Bei der ersten Kontrollbefischung der renaturierten Erft am Bergheimer Vogelwäldchen konnten Fischereibiologen bereits mehr als 3.000 Fische aus 14 verschiedenen Arten nachweisen. Das sind pro 100 m dreimal mehr Tiere als bei der letzten vergleichbaren Befischung des alten Flutkanals. Mit 86 % war der Anteil an Jungfischen erfreulich hoch. Die Frage, ob und welche Arten in die neue Erft einwandern oder sich dort tatsächlich auch fortpflanzen, bleibt weiteren Untersuchungen vorbehalten.

Verlegung Kleine Erft
Der Erftverband hat in den letzten Wochen südlich der Burg Mödrath die Kleine Erft auf einer Strecke von 160 m verlegt. Mit der Maßnahme wurde ein Querbauwerk umgangen, um die ökologische Durchgängigkeit herzustellen. Das ehemalige Gewässerbett wurde zum Teil verfüllt. Die Arbeiten erfolgten mit eigenem Personal. Die Bepflanzung der Gewässerböschungen soll in dieser Pflanzperiode erfolgen.

Retentionsbodenfilter Rheinbach
Für den Neubau des Retentionsbodenfilters Rheinbach zur weitergehenden Niederschlagswasserbehandlung hat das Land dem Erftverband eine Zuwendung in Höhe von über 830.000 Euro ausgesprochen. Mit der Bauausführung soll nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen Mitte 2015 begonnen werden.

Erneuerung der Mischwasserkanalisation in Meckenheim-Ersdorf – Beginn 1. Bauabschnitt
In Ersdorf werden die vorhandenen Kanäle in der Schulstraße und der Straße „Am Viethenkreuz“ gegen neue mit größerem Durchmesser ausgetauscht. Vorab müssen in Teilbereichen Gas- und Wasserleitungen verlegt werden. Das Vergabeverfahren ist abgeschlossen, so dass die Bauarbeiten, soweit die Witterung dies zulässt, noch in diesem Jahr beginnen. In weiteren Bauabschnitten werden in der Unterdorfstraße der Mischwasserkanal und der Ersdorfer Bachkanal erneuert sowie eine neues Regenrückhaltebecken gebaut.

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    Jochen Birbaum
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