EV-Telegramm 12/19

Baubeginn am Retentionsbodenfilter Flerzheim
Um das Niederschlagswasser im Einzugsgebiet des Gruppenklärwerks Flerzheim stärker zu reinigen, baut der Erftverband auf dem Gelände der Kläranlage an der Landstraße 163 einen neuen Retentionsbodenfilter. Die Arbeiten begannen am 2. Dezember und dauern rund elf Monate. Das Erdbecken hat eine Fläche von rund 2.400 m² und kann bei starkem Niederschlag zirka 8 Mio. l Wasser zwischenspeichern. Der Bodenfilter kostet rund 1,76 Mio. €. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Maßnahme zu 50 %.

Kommunen streben gemeinsame Klärschlammverwertung an
Mehr als 15 verbandsfreie Kommunen wollen gemeinsam mit der in Gründung befindlichen Klämmschlammkooperation Rheinland GmbH den bei ihnen anfallenden Klärschlamm verwerten. Gesellschafter dieser GmbH sind der Wasserverband Eifel-Rur, der Niersverband und der Erftverband als sondergesetzliche Wasserverbände, die Bundesstadt Bonn und die Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR. Die notwendigen Entscheidungen in den kommunalen Gremien sollen in der ersten Jahreshälfte 2020 herbeigeführt werden, gleiches gilt für die notwendigen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden.

Jahresvertrag Zülpich: Erstellung von Kanalhausanschlüssen und Reparaturen im Kanalnetz Zülpich
Ausgeschrieben wurde die Erstellung von Kanalhausanschlüssen als Einzelmaßnahmen und Reparaturen im Kanalnetz der Stadt Zülpich. Die Submission für die  Ausschreibung wurde durchgeführt. Die Auftragsvergabe ist in Vorbereitung.

TSM Gewässer und Abwasser
Vom 26. bis zum 28. November stand eine Überprüfung des Technischen Sicherheitsmanagementsystems (TSM) an. In diesem Jahr wurden erstmalig beide Bereiche (Gewässer und Abwasser) gemeinsam auditiert, was einen großen Synergie-Effekt hatte. Hilfreich war während der Prüfung vor allem der Austausch auf Augenhöhe mit den TSM-Experten. Genau wie beim externen Audit des Integrierten Managementsystems (IMS) im Sommer konnte auch hier nachgewiesen werden, dass das Managementsystem in den operativen Betriebsablauf integriert und von den Mitarbeitern umgesetzt wird. Es gab nur geringen Handlungsbedarf, der zeitnah umgesetzt wurde.

Delegiertenversammlung beschließt Wirtschaftsplan
Die Vertreter der Erftverbandsmitglieder, die am 10. Dezember zur Delegiertenversammlung in Bergheim zusammenkamen, verabschiedeten die Veranlagungsrichtlinien und den Wirtschaftsplan 2020 des Verbandes. Das Gesamtvolumen des Wirtschaftsplans umfasst wie im vergangenen Jahr rund 116 Mio. €. Die Mitgliedsbeiträge bleiben mit einer geringfügigen Steigerung von 0,53 % weiterhin stabil. Im kommenden Jahr investiert der Erftverband rund 53 Mio. € – vor allem in die Modernisierung seiner Abwasseranlagen, in die Instandsetzung und Ausbau der Kanalnetze sowie in den Gewässerausbau, Renaturierung und Hochwasserschutz.

Verbindungssammler Metternich, Weilerswist
Der vorhandene Verbindungssammler (VS) verläuft großenteils entlang der Swist in der linken Uferböschung. Im Rahmen der SüwVKan wurde beim VS eine TV-Untersuchung durchgeführt und erhebliche Schäden festgestellt. Um eine eigene dynamische Gewässerentwicklung des Swistbachs zu ermöglichen, wurde von der Bezirksregierung Köln eine Verlegung des VS vorgeschlagen. Laut Bezirksregierung ist die Verlegung des VS zuwendungsfähig. Auf Wunsch der Gemeinde Weilerswist wird der Erftverband die Planung, Bau und Betrieb des VS übernehmen. Das VgV-Verfahren zur Vergabe der Ingenieurleistungen wird zurzeit durchgeführt.

Kanalnetz Weilerswist
In der Delegiertenversammlung Anfang Dezember stimmten die Delegierten einstimmig für die Übernahme neuer Aufgaben. Dadurch ist es dem Verband möglich, den Betrieb des Kanalnetzes von Weilerswist zu übernehmen. Der Rat der Gemeinde stimmte bereits Anfang Oktober dafür, das Kanalnetz an den Erftverband zu übertragen. Die Bezirksregierung Köln und das Landesumweltministerium von Nordrhein-Westfalen müssen der Übertragung nun ebenfalls noch zustimmen.

Bohrprogramm 2019
Ende November hat der Erftverband sein neues Bohrprogramm vergeben. Im Rahmen des Bauprojekts werden zehn neue Grundwassermessstellen im Tätigkeitsbereich zwischen Mönchengladbach und Zülpich gebaut. Dabei handelt es sich zum großen Teil um Ersatzmessstellen für alte, defekte oder nicht mehr zugängliche Anlagen, aber auch um neue Standorte, um hier spezielle Fragestellungen der Grundwasserbeschaffenheit zu untersuchen. Die geplanten Teufen liegen zwischen  15 und 110 m und umfassen insgesamt rund 500 Bohrmeter. Die Bohrarbeiten werden im Trocken- und Lufthebebohrverfahren durchgeführt und werden bis in das Frühjahr 2020 andauern.

Ertüchtigung PW 289 „ Auf der Hochfahrt“; Weilerswist
Es ist beabsichtigt die maschinentechnische Ausrüstung des Abwasserpumpwerks (PW) „ Auf der Hochfahrt“ in Weilerswist zu ertüchtigen. Dafür sind Leistungen der Technischen Ausrüstung (M-Technik) erforderlich. Es sollen die Trockenwetterpumpe 2 und die Regenwetterpumpen 1 und 2 ertüchtigt werden. Die Aufstellung sowie die Druckrohrleitungsführung soll dabei für alle Pumpen optimiert werden. Die Submission für die beschränkte Ausschreibung wurde durchgeführt. Die Auftragsvergabe ist in Vorbereitung.