EV-Telegramm 11/19

Abschlussveranstaltung zum Projekt „Drosseleinrichtungen an Regenbecken“ beim Erftverband
Unter Federführung von Erftverband und IKT – Institut für unterirdische Infrastruktur wurde das F &E- Projekt „Vergleichende Untersuchungen von hydromechanischen Drosselorganen“ in den vergangenen zwei Jahren durchgeführt. An dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt waren weitere Verbände und Kommunen aus NRW beteiligt. Auf Einladung des Erftverbandes wurden die wesentlichen Ergebnisse unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, des Landesumweltamtes NRW, der Bezirksregierung Düsseldorf und Projektpartnern vorgestellt. Das  Projekt wurde zu 80 % vom Ministerium  gefördert.

Erftverband mit REload-Award der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft ausgezeichnet
Für sein Engagement beim Schülerwettbewerb Science Tube Rhein-Erft erhielt der Erftverband Anfang November den REload-Award der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH (WFG). Der Erftverband bringt sich seit Beginn aktiv in den REload-Prozess der WFG zum Strukturwandel und dem Themenschwerpunkten Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Innovation im Rhein-Erft-Kreis ein.
Im Rahmen des Schülerwettbewerbs Science Tube Rhein-Erft begleitete der Verband im Frühjahr zwei Schülergruppen der Arthur-Koepchen-Realschule Brauweiler und des Erftgymnasiums Bergheim bei der Erstellung von Video-Beiträgen über die MINT-Berufe „Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice“ und „Fachkraft für Abwassertechnik“. Beide Schülergruppen dokumentierten den typischen Tagesablauf, stellten die jeweiligen Berufsbilder vor und wurden dafür Mitte Mai mit dem 2. bzw. 3. Platz belohnt.

Neubau Aktivkohlefilter: Bautechnik Kläranlage Glessen
Aufgrund der bestehenden Problematik der nachgewiesenen Spurenstoffe in Gewässern ist derzeit in der Öffentlichkeit und in der Fachwelt eine intensive Diskussion zur Notwendigkeit einer weitergehenden Spurenstoffelimination gegeben. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt der Erftverband, eine Pilotversuchsanlage mit granulierter Aktivkohle (GAK) auf der Kläranlage Bergheim-Glessen als 4. Reinigungsstufe zu errichten. Die erforderlichen Erd- und Betonarbeiten wurden beauftragt, der Baubeginn ist erfolgt. Die Vergabe für die schlüsselfertige Erstellung der GAK-Filter und des Maschinenhauses, inklusive Maschinen und Elektrotechnik, die Ausrüstung des Vorlagebehälters sowie Rohrleitungen und Kabel wurde submittiert und wird ebenfalls kurzfristig vergeben, so dass die Werkstatt- und Montageplanung für diese Leistung auch kurzfristig erfolgt.

Unternehmerpark Kottenforst: Erschließungsarbeiten abgeschlossen
Nur ein Jahr nach dem Spatenstich und weit vor dem Zeitplan liegend feierten die Stadt Meckenheim und der Erftverband am 19. November mit dem Pflanzen einer Säulenhainbuche den Abschluss der Erschließungsarbeiten und damit die Eröffnung des Unternehmerparks Kottenforst. Im Zuge der Erschließungsmaßnahmen hatte der Erftverband als Betreiber des Meckenheimer Kanalnetzes neue Schmutz- und Niederschlagswasserleitungen im Trennsystem verlegt. Als wasserwirtschaftliches Dienstleistungsunternehmen unterstützt der Erftverband seine Mitgliedskommunen bei ihrer Weiterentwicklung. Daher hatte die Erweiterung des Industrieparks Kottenforst für den Verband von Anfang an höchste Priorität.

Meckenheim: Bauarbeiten in der Bonner Straße und der Bahnhofstraße
Am 11. November starteten die Bauarbeiten zur Sanierung der Bonner Straße und der Bahnhofstraße in Meckenheim. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Gemeinschaftsbaumaßnahme der Stadt Meckenheim, den Stadtwerken Meckenheim und dem Erftverband. Das Investitionsvolumen beträgt 1,8 Millionen Euro für den Straßenbau, 800.000 Euro Kanal sowie 330.000 Euro Stadtwerke. Die Arbeiten erfolgen in vier Bauphasen und dauern voraussichtlich bis  Ende 2020.

Finanzielle Unterstützung des Erftumbaus
Bundestag und Bundesrat beraten derzeit den Entwurf eines Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen. Hier hat der Bundesrat vorgeschlagen, dass Maßnahmen zum Erhalt von leistungsfähigen Gewässern, bspw. die Erft, ausdrücklich als förderfähige Maßnahme in den Gesetzestext aufgenommen werden und zwar, was fast noch wichtiger ist, an vorderer Stelle in dem Maßnahmenkatalog (§ 4 Abs. 1 Nr. 2b neu des Gesetzentwurfs, Seite 5 der Drucksache.). Die Bundesregierung ist, wie ihrer Gegenäußerung zu entnehmen ist, derzeit noch nicht bereit, dieser Änderung zuzustimmen. Für die Politik in der Region wird es maßgeblich darauf ankommen, diesen Vorschlag des Bundesrates zu unterstützen.

Punktuelle offene Kanalsanierung Zülpich – Wichterich
Als Betreiber des Kanalnetzes der Stadt Zülpich ist der Erftverband zur Umsetzung des derzeit gültigen Abwasserkonzeptes verpflichtet. Hierzu zählt auch die Ertüchtigung der öffentlichen Kanäle in den Ortslagen Mühlheim-Wichterich. Die Sanierungsplanung sieht vor, auf Grund von unterschiedlichen Gewerken und Arbeitsweisen, für die Leistungen zur Sanierung der schadhaften Kanäle und Schächte zwei Vergaben durchzuführen. Die Submission für die offene Kanalsanierung wurde durchgeführt.

Retentionsbodenfilter und Regenrückhaltebecken Industriegebiet Zülpich
Die Stadt Zülpich erschließt das Industriegebiet „Römerallee“ in einem II. Bauabschnitt für das B-Plangebiet BP 11/40b „Villa Rustika“. Für diese Erweiterung plant der Erftverband den Bau einer Niederschlagswasserbehandlung (Retentionsbodenfilter (RBF) und Regenrückhaltebecken (RRB) mit Lamellenabscheider) mit der Bezeichnung „RBF/RRB Industriegebiet Zülpich“. Die jetzt auszuschreibende Bautechnik beinhaltet zwei Erdbecken mit einer Filteroberfläche von 2.020 m² bzw. einer RRB-Fläche von 2.220 m² und die Bauleistungen für einen Lamellenabscheider. Der Auftrag für die Bauarbeiten wird kurzfristig erteilt.

TEIS-Schnittstelle: Überleitung von Rein- und Rohwasseranalysen an den DVGW
Der Erftverband hat die Programmierung einer TEIS-Schnittstelle zur Überleitung von Roh- und Grundwasseranalysen an den DVGW durchgeführt. Der DVGW nutzt die bereitgestellten Informationen beispielsweise zwecks bundesweiter, anonymisierter Auswertungen zu Auswirkungen von Nitrat und Pflanzenschutzmitteln auf das Roh- und Grundwasser. Aktuell wurde die gesamte Historie der Grundwasseranalysen für verbandseigene Messstellen in existierenden oder geplanten Schutz- bzw. Einzugsgebieten übergeleitet.
Die Datenbereitstellung für den DVGW wird nun auch als kostenfreier Service für die Mitglieder des Erftverbandes angeboten. Ein Anschreiben zwecks Zustimmung zur Verwaltung der Messstellen innerhalb der DVGW-Grundwasserdatenbank, sowie zur Freigabe der vorliegenden historischen Analysen für Roh- und Grundwasseranalysen ebenso wie zur zukünftigen Datenübermittlung wird in Kürze erfolgen.

Abschluss des F&E-Projekts „Flockungsmittel in der Kiesaufbereitung“
In dem F&E-Projekt wurde die modifizierte Kartoffelstärke Emfloc KA 3 als Flockungsmittel (FM) in großtechnischen Feldversuchen auf drei Kieswäschen eingesetzt. Obwohl das FM eine Flockungswirkung zeigte, wäre mit der erreichten Aufbereitungskapazität kein wirtschaftlicher Betrieb der Kieswäschen möglich. Eine Anpassung der Verfahrenstechnik auf einer der Kieswäschen führte zum erfolgreichen Einsatz des FM über 2,5 Betriebstage. Als Fazit lässt sich festhalten, dass mit den bestehenden Verfahrenstechniken kein Ersatz des herkömmlichen FM durch Emfloc KA 3 möglich ist. Demnach wäre stets eine kostenintensive Anpassung und Auslegung der Verfahrenstechnik auf das alternative FM notwendig.

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    Jochen Birbaum
    Tel. (02271) 88-1158

    Vorstandsbüro des Erftverbandes
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