EV-Telegramm 10/18

EU-Konsultation zur Abwasserrichtlinie beendet – Erftverband beantwortet Fragebogen
Die Konsultation der EU-Kommission zur Abwasserrichtlinie ist beendet. Die europäische Abwasserrichtlinie legt – neben anderen Richtlinien – wesentliche Anforderungen an den Betrieb von kommunalen Kläranlagen in ganz Europa fest. Daher waren die Fragen der EU-Kommission, ob und welchen Erfolg die Richtlinie bisher hatte und welche Ergänzungen die Fachleute für erforderlich halten, von besonderer Bedeutung für alle Kläranlagenbetreiber – auch für den Erftverband. Der Erftverband hat die etwa 50 Fragen beantwortet und sich auch an der Vorbereitung einer gemeinsamen Position der agw beteiligt.

Juristen bereiten Unternehmensgründung vor
Am 17. Juli unterzeichneten Otto Schaaf, Vorstand der StEB Köln (Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR), Dr. Joachim Reichert, Vorstand des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER), und Norbert Engelhardt, Vorstand des Erftverbandes, eine Vereinbarung über die Kooperation bei der Klärschlammbehandlung. Ziel dieses Gemeinschaftsunternehmens ist es, eine gemeinsame sogenannte Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm zu errichten und zu betreiben und bei der Phosphorrückgewinnung zusammenzuarbeiten. Dafür soll ein neues Unternehmen in der Rechtsform der GmbH gegründet werden. Der Gesellschaftsvertrag wird derzeit von der StEB, dem WVER und dem Erftverband vorbereitet.

Europäisches Parlament (EP) verabschiedet Novelle der Trinkwasserrichtlinie
Das EP hat am 23. Oktober 2018 die Novelle der Trinkwasserrichtlinie verabschiedet. Die Trinkwasserrichtlinie sieht nunmehr vor, dass bei der Gewinnung und der Verteilung von Trinkwasser –auch in der Hausinstallation – Risiken für eine Verschlechterung des Trinkwassers zu untersuchen und ggf. Abhilfemaßnahmen einzuleiten sind. Sie enthält weiterhin einen Anspruch der Kunden des Wasserversorgers über dessen Kostenstruktur. Nunmehr müssen Rat und Europäische Kommission dem Parlamentsvotum im sog. Trilog-Verfahren zustimmen, was nicht sicher ist. Näheres auf dem wasserwirtschaftlichen Informationstag des Erftverbandes am 16. November 2018.

Wasserwirtschaftlicher Informationstag 2018
Der diesjährige „Wasserwirtschaftliche Informationstag“ findet beim Erftverband am  16. November 2018  von 10.00 bis 13.00 Uhr statt. Der Erftverband wird über die aktuelle Rechtsprechung sowie die Entwicklungen im Umsatzsteuerrecht mit Relevanz für die Wasserwirtschaft informieren. Außerdem stellen wir Ihnen die Strategie des Erftverbandes zur künftigen Klärschlammverwertung und Phosphor-Rückgewinnung und ein Forschungsprojekt vor, bei dem es darum geht, ob ein Ausbau unserer Kläranlagen bei der Elimination von Spurenstoffen hilft, den ökologischen Zustand der Gewässer zu verbessern.

Ausschuss für Abwasserbeseitigungsfragen
In seiner 65. Sitzung am 15. November 2018 wird dem Ausschuss für Abwasserbeseitigungsfragen u.a. der Stand der Baumaßnahmen vorgestellt und der Investitionsplan 2019 beraten. Außerdem wird der Ausschuss über das Energiemanagement, Audit und Zertifizierung informiert.

Ausschuss für Oberflächengewässer
In der 61. Sitzung des Ausschusses für Oberflächengewässer am 6. November 2018 werden die Mitglieder über die Entwicklung der Erft-Renaturierung „Vogelwäldchen“ informiert. Darüber hinaus beschäftigt sich der Ausschuss u. a. mit den Auswirkungen der Hitze und Trockenheit im vergangenen Sommer, der Sanierung der Wehranlage W 6 „ Schwarze Brücke“ sowie den derzeitigen Sachstand zum Veybachausbau.

Wasserwirtschaftssilvester 2018
Nach dem vergleichsweise ruhigen Wasserwirtschaftsjahr 2017 endet das Wasserwirtschaftsjahr 2018 nach dem trockenen Frühjahr und Sommer auch mit einem deutlich zu trockenen Herbst. Dieses Fazit zog Prof. Dr. Christian Forkel, stellvertretender Verbandsratsvorsitzender des Erftverbandes, vor rund 180 Gästen auf dem Wasserwirtschaftssilvester des Verbandes am 31. Oktober in Brühl. Weitere Schwerpunkte der Verbandsarbeit im Wasserwirtschaftsjahr 2018 bildeten u. a. die Themen „Spurenstoffe und Spurenstoffeliminaton“, Renaturierung der Gewässer“, „Energieeinsparung/Nutzung alternativer Energiequellen auf Kläranlagen“ und „Klärschlammbehandlung“.

Team des Wasserinformationszentrums Gymnicher Mühle erhält Erftverband-Zukunftspreis
Der Erftverband-Zukunftspreis 2018 geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wasserinformationszentrums Gymnicher Mühle. Die Preisträger erhalten die Auszeichnung für ihr Engagement bei der Umweltbildung, insbesondere für die Vermittlung von Lerninhalten rund ums Wasser und die Erft.
Das von Christine Pütz, Daniel Mazander, Claudia Roeder und Mareen Henselowsky geführte Team von mehr als 50 Mitarbeitern des Naturparks Rheinland organisiert unter anderem Führungen, Erlebniskurse für Kinder und Familien, Lehrerfortbildungen, Kindergeburtstage oder Ferienfreizeiten.
Das Wasserinformationszentrum an der Gymnicher Mühle wurde im Juli 2014 eröffnet und hat sich seitdem zu einem Besuchermagneten entwickelt. Seit der Eröffnung besuchten rund 190.000 Besucher den zirka 15.000 Quadratmeter großen Wassererlebnispark und das Museum oder buchten Kurse in der Wasserwerkstatt. Die ursprünglich erwarteten Besucherzahlen wurden damit deutlich überschritten.

  • Ansprechpartner

    Bärbel Lambertz
    Tel. (02271) 88-1213
    Jochen Birbaum
    Tel. (02271) 88-1158.

  • Erftverband

    Am Erftverband 6
    50126 Bergheim
    Tel: 02271/ 88-0
    Fax: 02271/ 88-1210



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