Erftverband veröffentlicht Jahresbericht

Der neue Jahresbericht des Erftverbandes liegt vor. Am 1. Juli veröffentlichte der Verband den Geschäftsbericht über das Wirtschaftsjahr 2013. Darin berichtet der Erftverband ausführlich über seine Aufgaben im Bereich Grundwasserschutz, Pflege der oberirdischen Gewässer sowie Abwasserreinigung.

Besondere Aufmerksamkeit fand 2013 die Renaturierung der Erft bei Bergheim-Kenten. Bei diesem Projekt handelt es sich um die erste Maßnahme des Perspektivkonzepts Untere Erft, die der Erftverband umgesetzt hat.

In einem rund 25 Hektar großen Auenbereich legte der Verband einen zirka 1,3 Kilometer langen naturnahen Gewässerlauf an. Hier kann sich das Gewässer ohne fesselnde Uferbefestigungen frei entwickeln. Der Erftflutkanal wurde in diesem Abschnitt verfüllt. Zum Abschluss der Maßnahme wird der Erftverband im Herbst weitere Flächen auf der ehemaligen Flutkanaltrasse mit standorttypischen Gehölzen aufforsten.

Im Bereich Abwasserreinigung konnte der Erftverband die Erweiterung des Gruppenklärwerks Bedburg-Kaster von 50.500 Einwohnerwerten auf 66.000 Einwohnerwerte abschließen. Neben dem Umbau der biologischen Reinigungsstufe wurde auch eine neue Verfahrenstechnik erfolgreich eingeführt. Seit Abschluss der Testphase im Sommer 2013 entfernt diese sogenannte „Deammonifikation“ zusätzlich den im Abwasser der Faulschlammentwässerung gebundenen Nährstoff „Stickstoff“ und entlastet damit die biologische Reinigungsstufe. Die neue Technik verbraucht dabei weniger Energie als das herkömmliche Verfahren. Der Erftverband plant, diese Technik auch auf weiteren Anlagen mit Faulschlammbehandlung einzusetzen.

Mitte April dieses Jahres nahm der Erftverband nach rund sechs Monaten Bauzeit in Bergheim die erste und größte Heizung in Deutschland mit einem selbstreinigenden Wärmetauscher in Betrieb, die Energie aus dem warmen Sümpfungswasser gewinnt. Die Anlage mit einer Gesamtkapazität von 620 Kilowatt nutzt das warme Grundwasser aus dem Tagebau Hambach zur Wärmeversorgung der Gebäude am Standort Bergheim. Der Erftverband investierte rund 650.000 Euro in diese effiziente und klimafreundliche Technik.

Rund 35.000 Liter Sümpfungswasser pro Stunde durchströmen den Wärmetauscher der Heizung. Dabei gibt das bis zu 26 Grad warme Grundwasser zirka sechs Grad an den getrennten Wasserkreislauf der Heizung ab. Nach einer erfolgreichen Inbetriebnahmephase wird der Durchfluss von Sümpfungswasser auf rund 70.000 Liter pro Stunde erhöht und die Anlage erreicht ihre Gesamtleistung von 620 Kilowatt. Bei einem jährlichen Gesamtbedarf von 1.200 Kilowattstunden spart der Erftverband dann im Jahr rund 58.000 Euro an Heizkosten ein.

Als nachhaltig handelndes Umweltunternehmen ist es Ziel des Erftverbandes, regenerative Energiequellen stärker zu nutzen. Die Wärmeenergie des Sümpfungswassers ist in großer Menge und in unmittelbarer Nähe zur Verwaltung in Bergheim vorhanden. Die Investition in diese neuartige Anlage stellt aufgrund der geringen Betriebskosten und des niedrigen CO2-Ausstoßes nicht nur eine umweltfreundliche, sondern auch eine wirtschaftliche Alternative für den Verband dar.

[Bergheim, 1. Juli 2014]

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