Erftverband saniert Wehr Selikum

Ab dem 5. Mai saniert der Erftverband das Schlauchwehr in der Erft bei Neuss-Selikum. Die Arbeiten dauern rund eine Woche. Dabei werden die beiden Schläuche ausgetauscht, die das Wasser der Erft aufstauen.

Die beiden Wehrfelder der Anlage werden nacheinander saniert. Dadurch wird die Funktion der Wehranlage sichergestellt, der Wasserstand aufrechterhalten und die Obererft mit Wasser versorgt.

Für den Aus- und Wiedereinbau der Gummischläuche müssen die beiden Wehrfelder zunächst mit Hilfe von Stahltafeln abgeschottet und trockengelegt werden. Hierbei kommt ein Taucher zum Einsatz. Die jeweils rund 800 Kilogramm schweren Schläuche müssen anschließend für den Aus- und Wiedereinbau von einem Kran bewegt werden.

Die Arbeiten sind notwendig, da die zirka sechs Millimeter starken Gummimembrane Materialermüdung zeigen und daher gewechselt werden müssen. Dies erfolgt im Rahmen der Gewährleistung. Die Kosten für den Kran und den Tauchereinsatz trägt der Erftverband. Sie belaufen sich auf rund 5.000 Euro.

[Bergheim 5. Mai 2020]


Historie

Mitte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Erft im Stadtgebiet von Neuss begradigt und dadurch vom Napoleonswehr abgerückt, das bislang die Obererft mit Wasser versorgte. Um den aufgestauten Wasserspiegel in der Erft und damit die Wasserversorgung der Obererft beibehalten zu können, musste in Selikum ein weiteres Wehr gebaut werden. Dieses wurde in den 1990er-Jahren als „Schlauchwehr“ erneuert. Statt Wehrtafeln aus Metall stauen zwei jeweils rund 800 Kilogramm schwere, 1,6 Meter durchmessende und mit Luft gefüllte Gummischläuche das Wasser auf wie bei einem herkömmlichen Wehr.

Über einen Fischpass, der die Wehranlage umgeht, können Fische und kleine sohlenbewohnende Tiere flussaufwärts Richtung Quelle wandern.

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