Erftverband mit 10.000 Euro vom LVR ausgezeichnet

LVR prämierte vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement / Zehn Prozent der Beschäftigten haben eine Schwerbehinderung

Christoph Beyer, Leiter des LVR-Integrationsamtes (mitte), übergab die Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung an Arnold Thomas (Bereichsleiter Personal und Verwaltung, li) und Michael Bönsch (BEM-Beauftragter, re)


Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat den Erftverband in Bergheim am 30. Mai mit einer Prämie in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. Er erhält diese für sein vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), das er bereits 2010 eingeführt hat. Zum 1. Januar 2016 wurde die Dienstvereinbarung nach einer kontinuierlichen Evaluation und einem damit einhergehenden Verbesserungsprozess neu abgeschlossen. Neben dem BEM liegt der Fokus auch auf der Prävention. Hierzu gehören Gesundheitstage, wöchentliche Fitness-Angebote, Zuschüsse zu individuellen gesundheitsfördernden Maßnahmen sowie Demografieanalysen und Mitarbeitendenumfragen. Auch bei der Beschäftigung von Menschen mit einer Schwerbehinderung liegt der Erftverband bei rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit einer Quote von zehn Prozent weit über der gesetzlichen Anforderung von fünf Prozent.

Christoph Beyer, Leiter des LVR-Integrationsamtes, übergab die Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung an Arnold Thomas (Bereichsleiter Personal und Verwaltung) und Michael Bönsch (BEM-Beauftragter). „Die Jury hat besonders überzeugt, dass der Erftverband das Verfahren als nachhaltiges betriebliches Instrument versteht und praktiziert“, so Beyer bei der Preisverleihung. „Dieses zukunftsorientierte und verantwortliche Handeln – von dem alle profitieren – zeichnet der LVR gerne aus.“

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, aber auch über das Vertrauen unserer Beschäftigten, die das BEM in hohem Maße akzeptieren und schätzen. Im Zeitalter des demographischen Wandels und eines drohenden Fachkräftemangels erachten wir das BEM als eines der unverzichtbaren Instrumente, um hier entgegen zu wirken“, so Arnold Thomas vom Erftverband. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist der Erftverband ein umwelt- und gemeindewohlorientiertes Non-Profit-Unternehmen. Er wird von rund 250 Mitgliedern aus Kommunen, Kreisen, Elektrizitätswirtschaft, Gewerbe, Industrie, Wasserversorgung, Fischerei, Landwirtschaft und Bergbau getragen.

Seit 2007 vergibt der LVR Prämien für die beispielhafte Einführung und Umsetzung des BEM. Alle Arbeitgeber sind seit 2004 gesetzlich verpflichtet, sich aktiv um die Vermeidung von betriebsbedingten Erkrankungen sowie die Wiedereingliederung von längerfristig oder häufig erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kümmern. Behinderungen und frühzeitige Verrentungen sollen so vermieden werden. Das LVR-Integrationsamt unterstützt Arbeitgeber bei der BEM-Umsetzung mit Fortbildung und Beratung und vergibt für die vorbildliche Praxis jährlich Prämien. Weitere Prämien im Jahr 2018 gehen an die Stadt Düren, die Asklepios Klinik in Sankt Augustin, die EschmannStahl GmbH & Co. KG in Reichshof sowie an das Verteilzentrum des dm-Drogeriekonzerns in Weilerswist.

Zahlen aus dem Jahresbericht 2016/17 des LVR-Integrationsamtes

  • Ende 2015 leben im Rheinland rund 9,6 Millionen Menschen. Etwa 925.000 beziehungsweise 9,7 Prozent davon leben mit einer Schwerbehinderung.
  • Im Rheinland gibt es circa 17.000 beschäftigungspflichtige Arbeitgeber mit einer durchschnittlichen Beschäftigungsquote von 5,4 Prozent.
  • In 2016 haben Arbeitgeber, Integrationsprojekte und schwerbehinderte Menschen rund 53,6 Millionen Euro als finanzielle Förderung erhalten.

Bislang hat das LVR-Integrationsamt 51 Arbeitgeber der Privatwirtschaft und des Öffentlichen Dienstes mit der BEM-Prämie ausgezeichnet.

[Köln/Bergheim, 30. Mai 2018]

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