Erftverband entfesselt weiteren Abschnitt der Erft in Grevenbroich

Ökologische Umgestaltung im Bereich Frimmersdorfer Höhe wird auf weiteren 450 Metern Länge fortgesetzt

Seit dem Frühjahr 2018 hat der Erftverband die Erft im Bereich der Frimmersdorfer Höhe in Grevenbroich abschnittsweise renaturiert. Die nun geplante rund 450 Meter lange Maßnahme bildet den Lückenschluss zwischen den bereits umgesetzten Abschnitten. Nach Abschluss der Maßnahme wird damit der rund 1,8 Kilometer lange Abschnitt der Erft von der ehemaligen Baggertransporttrasse bis zur K 39 naturnah umgestaltet sein.

Ab Anfang Februar entfernt der Erftverband zunächst in einem rund drei Meter breiten Arbeitsstreifen den Bewuchs entlang des zu entfesselnden rechten Erftufers. Größere Einzelbäume bleiben dabei soweit wie möglich erhalten. Anschließend werden die Rasengittersteine aus Beton ausgebaut und entsorgt, die beim Ausbau der Erft in den 1970er-Jahren in zwei Reihen oberhalb der eigentlichen Böschungssicherung aus Wasserbausteinen eingebaut wurden.

Voraussichtlich Mitte Februar beginnen dann die eigentlichen „Entfesselungsarbeiten“. Wie in den vorherigen Abschnitten werden die Wasserbausteine mit einem Bagger aus der rechten Böschung entfernt und zur Gestaltung von Buhnen als Strukturelemente auf der linken Gewässerseite verwendet. Über die reine Entnahme der Böschungssicherung hinaus werden auf der rechten Seite durch Abgrabungen initiale Strukturen, wie z. B. Flachwasserzonen und Steilwände in dem ansonsten sehr strukturarmen Gewässerprofil hergestellt. Wie sich das Gewässer durch diese Maßnahmen positiv verändert, zeigen die bereits umgestalteten Abschnitte. Im Zusammenspiel von Buhnen, aufgeschütteten Inseln und Uferanrissen entstanden vielfältige
Gewässerstrukturen mit wechselnden Strömungsbildern, die als unterschiedliche Lebensräume für Flora und Fauna dienen.

Die Maßnahme ist Bestandteil des Perspektivkonzepts zur Erftumgestaltung. Es beinhaltet die naturnahe Umgestaltung des 40 Kilometer langen Abschnitts der Erft von Bergheim bis zur Mündung bei Neuss. Denn mit dem Ende des Braunkohlenbergbaus wird auch die Wasserführung der Erft deutlich zurückgehen. Das für größere Wassermengen ausgebaute Gewässerbett der Erft muss daher an die neue Situation angepasst und naturnah zurückgebaut werden.

Der Erftverband setzt die Maßnahme mit eigenem Personal und Mietgerät um. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende März.

Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen:
Erftverband – Pressestelle
Jochen Birbaum
Am Erftverband 6
50126 Bergheim
Tel. 02271/ 88 2127
Fax 02271/ 88 1333
E-Mail: jochen.birbaum@erftverband.de