Erftverband baut Retentionsbodenfilter in Bedburg

Das Erdbecken kann rund fünf Millionen Liter Wasser zurückhalten

Um sowohl das Bedburger Kanalnetz als auch die Erft bei starken Niederschlägen zu entlasten, baut der Erftverband nördlich der Wiesenstraße in Bedburg ein sogenanntes Retentionsbodenfilterbecken. Der Verband betreibt dort bereits eine zirka 4,1 Millionen Liter fassende Regenrückhaltung mit einem nachgeschalteten Regenüberlaufbecken, das bei Starkregenereignissen das anfallende Mischwasser aus dem Kanal zurückhält. Ist das Volumen ausgeschöpft, wird das Mischwasser in die Erft abgeschlagen. Mit dem neuen Retentionsbodenfilter kann zukünftig deutlich mehr Mischwasser zurückgehalten und im Hinblick auf den Hochwasserschutz und die Gewässergüte die Häufigkeit und Menge der Abschläge reduziert werden.

Die Arbeiten haben Mitte Juni begonnen und dauern voraussichtlich bis Frühjahr 2021. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro und werden mit rund 850.000 Euro vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Das mit einer Folie abgedichtete Erdbecken ist rund 2.700 Quadratmeter groß und hat ein Auffangvolumen von zirka 5,1 Millionen Liter. Das Erdbecken wird mit Sand gefüllt und mit Schilf bepflanzt. Das Mischwasser wird zunächst zwischengespeichert und versickert im Becken. Bei der Passage des Wassers durch den Sandkörper werden ungelöste und gelöste Schmutzstoffe herausgefiltert. Das so gereinigte Wasser wird gedrosselt in die Erft eingeleitet. Damit dient die Anlage sowohl dem Hochwasser- als auch dem Gewässerschutz.

Um die Baumaßnahme realisieren zu können, sind ca. 5.000 Kubikmeter Boden auszuheben und abzufahren. Darüber hinaus wird der Erftverband verschiedene Betonbauwerke errichten und Kanäle verlegen. Der Anschluss der Baustelle erfolgt über die Wiesenstraße und den Erftbegleitweg auf Höhe des Getränkemarktes.

Aus Sicherheitsgründen muss der Erftbegleitweg daher während der Arbeiten von der Wiesenstraße bis zur Einleitungsstelle am Ende des Betriebsgeländes des Erftverbandes für Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger gesperrt werden.

[Bergheim, 2. Juli 2020]

 

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