Erft-Verlegung bei Erftstadt-Gymnich

Zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und zur Verbesserung der Gewässerökologie plant der Erftverband im Bereich der mittleren Erft Maßnahmen zur Renaturierung des Erftflutkanals. Überplant ist aktuell ein 2,5 km langer Bereich zwischen den Ortslagen Gymnich im Westen sowie Brüggen und Balkhausen im Osten. Vorgesehen ist die Verlegung der Erft in die westlich des heutigen Flutkanals gelegenen Flächen, die sich im Eigentum von Erftverband und Rhein-Erft-Kreis befinden. Ziel der Maßnahme ist der Bau eines naturnahen, mäandrierenden Flusslaufes, dessen Gestaltung sich am Leitbild eines kiesgeprägten Tieflandflusses orientiert.

Die neue Trasse der Erft wird rund 5,5 km lang und in Sichtweite des Wassererlebnisparks durch eine vielfältige Auenlandschaft geführt. Die bestehenden Wegeverbindungen werden mit dem Bau von drei neuen Brücken aufrecht erhalten.

Die Planungen dafür sind seit Mitte 2019 abgeschlossen und liegen der zuständigen Wasserbehörde, hier die Bezirksregierung Köln, zur Genehmigung vor. Auch die Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden im Planfeststellungsverfahren ist mittlerweile abschließend erfolgt. Die Bezirksregierung Köln erarbeitet nun den Planfeststellungsbescheid. Sobald dieser vorliegt, wird mit der Ausführungsplanung begonnen. Derzeit erfolgen erste vorgezogene Maßnahmen zum Artenschutz. Im Herbst/Winter 2021/22 sind Vorbereitungen zur Freimachung des späteren Baufeldes vorgesehen. Sobald auch vom Land Gelder für die Umsetzung bewilligt worden sind, soll mit dem Bau begonnen werden.

Näherer Informationen sowie einen Kartenausschnitt zeigt der hier einsehbare Flyer.

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Erftverband

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