Aktivkohlefilter auf der Kläranlage Glessen

Durch moderne Laboranalytik wird zunehmend auch der Nachweis von Arzneimittelrückständen oder Industriechemikalien möglich, die nur in Spuren im Abwasser vorhanden sind. Diese sogenannten Spurenstoffe können über das gereinigte Abwasser in die Gewässer gelangen. Die Auswirkungen dieser nur in sehr geringen Konzentrationen vorkommenden Stoffe auf die Lebewesen im Gewässer sind weitgehend unklar.

Der Erftverband plant daher durch den Einsatz von Aktivkohlefiltern auf der Kläranlage Glessen, Spurenstoffe aus dem Abwasser herauszufiltern. Die Anlage bietet für dieses Pilotprojekt gute Voraussetzungen, da die hier zur Abwasserreinigung eingesetzten Membranfilter bereits jetzt sämtliche Feststoffe und nahezu alle Viren und Bakterien aus dem Abwasser entfernen.

Nach einer mechanischen Vorreinigung und der biologischen Reinigung wird das Abwasser in Glessen durch Membranfilter filtriert. Im Anschluss an diese Reinigungsstufe soll das gereinigte Abwasser künftig Aktivkohlefilter durchlaufen, die die Spurenstoffe binden und aus dem Abwasser entfernen. Gleichzeitigt untersucht der Erftverband die Gewässerorganismen im Glessener/Pulheimer Bach.

Der Erftverband hat die Förderung des Projekts beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Für den Pilotversuch sind 32 Monate eingeplant.

[Bergheim, 5. Juli 2016]

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