Bergheim, 19. Juli 2011
Nach der Montage einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes in Bergheim investiert der Erftverband nun rund eine Million Euro und installiert bis Mitte Juli vier weitere Anlagen auf den Klärwerken Bergheim-Glessen, Kaarst-Nordkanal, Obergartzem-Enzen und Rheinbach. Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist. Der Verband erwartet einen Ertrag von zirka 110.000 Euro pro Jahr.
Am Standort der Verwaltung in Bergheim ermittelt der Erftverband derzeit die durchschnittliche Windgeschwindigkeit. Die Messungen dauern drei Monate. Sollten die gemessenen Windgeschwindigkeiten es zulassen, plant der Erftverband hier das Errichten von zwei vertikallaufenden und damit besonders geräuscharmen Windkraftanlagen. Den auf diese Weise erzeugten Strom wird der Verband zur Eigenversorgung nutzen. Bei Investitionskosten von zirka 45.000 Euro pro Anlage wäre ein Ertrag von rund 15.000 Euro pro Jahr möglich.
Um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken, setzt der Erftverband seit Jahren verstärkt auf die Nutzung erneuerbarer Energien. Auf 15 Kläranlagen verbrennen Blockheizkraftwerke das bei der Abwasserreinigung anfallende Klärgas und erzeugen Strom und Wärme, die direkt auf den Anlagen genutzt werden. Auf diese Weise kann der Verband mehr als 20 Prozent seines Strombedarfs decken.
Neben der Nutzung eines Lastmanagements, das durch gezieltes Zu- und Abschalten von Anlagenteilen den Stromverbrauch der Gesamtanlage reguliert, achtet der Erftverband auf seinen Kläranlagen besonders auf den Einsatz von energieeffizienten Anlagenteilen, zu denen beispielsweise Belüfter und Rührwerke der Belebungsbecken zählen.
Eine Holzhackschnitzelheizung am Standort Bergheim beheizt die Verwaltung und das neue Labor. Als Brennstoff dient der bei der Gewässerunterhaltung anfallende Holzschnitt. Zusätzlich wurde die Fassade der in den 1960er-Jahren errichteten Verwaltung wärmegedämmt. Dies senkte den Heizbedarf der Räume um rund 60 Prozent.
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