Bergheim, 4. Juli 2011
Nachdem die Mitarbeiter des Erftverbands fünf Tage rund um die Uhr im Einsatz waren, funktioniert die Kläranlage Erftstadt-Köttingen seit Montagmorgen wieder einwandfrei. Die biologische Reinigungsstufe arbeitet wieder und reinigt das Abwasser von Nährstoffen wie Kohlenstoffverbindungen, Stickstoff und Phosphat.
Das dosierte Ableiten von nicht ausreichend gereinigtem, d. h. sauerstoffzehrenden Abwasser in die Erft führte nur zu geringen Beeinträchtigungen der Gewässerlebewelt. Der Erftverband hatte im Vorfeld einige Nebengewässer durch Steuerung von Wehranlagen schützen können. Gleichzeitig leitete die Feuerwehr Trinkwasser in die Erft ein, um das Flusswasser zu verdünnen.
Dauerhafte Beeinträchtigungen der Gewässerlebewelt erwartet der Erftverband nicht. Das in die Erft eingeleitete Abwasser enthielt keine gefährlichen oder toxischen Stoffe. Die Trinkwasserversorgung des Rhein-Erft-Kreises war zu keiner Zeit beeinträchtigt. Eine Gefahr für die Bevölkerung hat nicht bestanden.
Zu der Betriebsstörung war es gekommen, weil stark zuckerhaltiges Industrieabwasser aus der Kanalisation die Bakterien der biologischen Reinigungsstufe abgetötet hatte. Der Erftverband wird den Vorfall detailliert analysieren und hieraus die erforderlichen Konsequenzen ziehen.
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