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Presse Mitteilungen

Baubeginn am Hochwasserrückhaltebecken Garsdorf

Bergheim, 22. Juni 2011

Nach dem Rückbau der ehemaligen Bandtrasse beginnen ab Mitte Juni die Bauarbeiten zum neuen Hochwasserrückhaltebecken Garsdorf. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum Frühjahr 2012. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund sieben Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Maßnahme zu 65 Prozent.

Zunächst wird der Erftverband das Zulaufgerinne zum Rückhaltebecken mit einer Gesamtlänge von 730 Meter modellieren und an das vorhandene Teilstück anschließen. Ein die Trasse kreuzender Abwassersammler des Erftverbands muss auf einer Länge von 75 Meter umgebaut werden.

Gleichzeitig beginnen die Arbeiten am sogenannten Ausleitbauwerk aus der Erft, einem Dreifeldschütz. Diese Anlage steuert später den Zufluss von Erftwasser in das Hochwasserrückhaltebecken auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Fortuna-Garsdorf. Im Hochwasserfall kann das Becken auf einer Fläche von rund 86 Hektar rund 900.000 Kubikmeter Wasser zurückhalten. Es schützt die Stadt Bedburg vor Hochwasser der Erft.

In diesem Zuge erfolgt der Anschluss des Peringser Sees an die Erft. Die Wasserversorgung des Sees erfolgt über ein benachbartes Entnahmebauwerk in der Erft mit einem eigenständigen Zulaufgerinne, das dem Verlauf des Hochwassergerinnes folgt.

Als zweites Baulos starten die Arbeiten am Stau- und Ablassbauwerk an der L361. Diese Anlage reguliert bei Hochwasser die Stauhöhe im Rückhaltebecken und den Abfluss aus dem Becken. Neben dem Neubau einer Rohrleitung von rund 50 Meter Länge und einem Durchmesser von 2,2 Meter unter der Straße durch und dem anschließenden offenen, zirka 80 Meter langen Gerinne zur Erft sind in diesem Bereich umfangreiche Erdarbeiten zum Angleichen des Geländes notwendig.

Zur Maßnahme zählt auch das Anlegen von Betriebswegen, Furten und Anschlüssen an das vorhandene Wegenetz und den Terra Nova-Speedway. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der RWE Power AG. Der Erftverband übernimmt im Auftrag des Bergbautreibenden auch einige Arbeiten aus dem Abschlussbetriebsplan des Tagebaus Fortuna-Garsdorf wie die Erdarbeiten am Stau- und Ablassbauwerk, den Neubau der Rohrleitung unter der L361 mit dem Ablaufgerinne zur Erft sowie das Anlegen des Speedways im Bereich des Zulaufgerinnes. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro und werden von der RWE Power AG getragen.


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