Erftverband Bergheim - 150Jahre Wasserwirtschaft für unsere Region

Presse Mitteilungen

Einsatz für Sicherheit bei der Arbeit

Bergheim, 11. November 2010

Ein auffallend riesiger Truck stand Anfang November beim Erftverband auf den Gruppenklärwerken Euskirchen-Kessenich, Bedburg-Kaster und Kaarst-Nordkanal. Das ungewöhnliche Mobil beherbergt ein Schulungszentrum für Arbeitssicherheit mit Demonstrationslabor und Multimedia-Kino. Unter dem Motto „Gefahr erkennen – Gesundheitsschäden vermeiden”
 war die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) vor Ort, um mit den Beschäftigten vom Auszubildenden bis zum Betriebsleiter die Unfall- und Gesundheitsgefahren der Arbeit zu analysieren und Wege für die weitere Optimierung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes zu besprechen.

Dipl.-Ing. Christian Frisch, Fachkraft für Arbeitssicherheit des Erftverbands, erklärt zu der Aktion: „Technisch und organisatorisch wird bei uns alles gegen Arbeitsunfälle und Gesundheitsgefahren getan. Zu jedem Arbeitsplatz gibt es eine Gefährdungsbeurteilung und daraus abgeleitete Schutzmaßnahmen, die schon bei der Planung der Arbeitsabläufe berücksichtigt werden. Und wir schulen regelmäßig unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieses Mal hatten wir die Experten der Berufsgenossenschaft mit ihrem Trainingstruck eingeladen. Betriebsfremde Experten können die Motivation zu sicherheitsgerechtem Verhalten weiter verstärken und den Blick fürs Risiko, den siebten Sinn für Gefahren schärfen.”

Die Fachleute der Berufsgenossenschaft diskutierten mit den Mitarbeitern an Hand von Videos, Experimenten und Übungen sowohl gefährliches als auch vorbildliches Verhalten bei der Arbeit. Sie informierten auch über die richtige Anwendung der jeweils notwendigen persönlichen Schutzausrüstung wie z. B. Handschuhe, Schutzbrille und Sicherheitsschuhe und gaben praktische Tipps zur Vermeidung von Gesundheitsstörungen. „Vieles, was krank machen kann, tut nicht sofort weh”, sagte Dipl.-Ing. Norbert Schneider von der BG ETEM, „aber die Summe der kleinen Nachlässigkeiten kann einschleichend zu ernsten Gesundheitsschäden führen.“

Mit den Führungskräften besprachen die Fachleute der Berufsgenossenschaft deren Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter. „Die Vorgesetzten müssen ihren Mitarbeitern Vorbild sein, sie verständlich und motivierend ein- und unterweisen und sie immer zum Beachten der Sicherheitsregeln und zum Tragen der richtigen Schutzausrüstung anhalten“, sagte Norbert Schneider. „Die Vorgesetzten aller Ebenen müssen nicht nur die Schutzausrüstung bereitstellen und die Vorschriften bekannt machen, sondern auch die tatsächliche Anwendung durchsetzen“, betonte er. „Das ist keine Schikane, sondern Vor- und Fürsorge, zu der die Vorgesetzten sogar gesetzlich verpflichtet sind.“

Für Christian Frisch, Sicherheitsfachkraft des Erftverbands, sind Arbeitssicherheit und betrieblicher Gesundheitsschutz nicht nur eine Frage der sozialen und gesetzlichen Verantwortung, sondern ebenso eine wirtschaftliche Notwendigkeit: „Jede Schnittverletzung an der Hand, jede Fußverstauchung, jede arbeitsbedingte Erkrankung ist wie eine Betriebsstörung. Investitionen für die Arbeitssicherheit und die Mitarbeiterschulung zahlen sich daher immer aus, für unseren Verband ebenso wie für unsere Mitglieder. Denn wer sicher arbeitet, bringt auch gute Qualität und Ergebnisse, weil er organisiert, konzentriert und aufmerksam vorgeht. Qualität und Sicherheit gehen beim Erftverband Hand in Hand.“


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