Die Kenntnis des Niederschlagsverhaltens ist eine wichtige Grundlage für alle wasserwirtschaftlichen Fragestellungen. Bereits vor 1970 wurde an fünf auch weiterhin betriebenen Stationen mit der Erfassung des kontinuierlichen Niederschlagsverlaufs begonnen. Diese langen Datenreihen stehen heute geprüft und lückenlos aufbereitet für Bemessungsrechnungen mit Langzeitsimulation zur Verfügung. Für die Anwendung in Niederschlag-Abfluss-Modellen und vor allem für stadthydrologische Fragestellungen ist ein dichteres Messnetz kontinuierlich erfasster Daten erforderlich. Bemessungszeitreihen aus lokalen Messungen sind in unserer regenarmen Region ein entscheidender Faktor zur Kostenreduzierung beim Bau von Regenbecken und Hochwasserschutzmaßnahmen.
Heute werden 40 Stationen mit direkt digital messenden Niederschlagsgeräten betrieben. An der Hälfte davon werden zusätzlich Temperatur und relative Luftfeuchte gemessen. Um unwiederbringliche Naturereignisse sicher erfassen zu können, ist der Einsatz zuverlässiger robuster Geräte zwingend notwendig.
Der Erftverband hat standardisierte Stationen entwickelt, deren Daten nicht nur über das Telefonnetz sondern auch mit Solarversorgung über Mobilfunk täglich auf den Verbandsrechner fernübertragen werden. |
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Die Standorte sind so ausgewählt, dass räumlich repräsentative und langjährige Datenreihen gemessen werden können.
Der Erftverband stellt Bemessungszeitreihen in verschiedenen digitalen Formaten zur Verfügung. Außerdem werden Starkregenereignisse bewertet und statistisch eingeordnet. Hierzu werden bei Bedarf auch Fremdmessungen herangezogen. Die langjährige Erfahrung der spezialisierten Mitarbeiter in der Auswahl geeigneter Geräte und Standorte zur Niederschlagsbeobachtung wird Interessenten ebenfalls angeboten.
Für Mitglieder sind diese Serviceleistungen unentgeltlich; Nichtmitgliedern werden die Selbstkosten in Rechnung gestellt.
Ansprechpartner:
Dr. Tilo Keller (02271) 88-1297