Perspektivkonzept Erftumgestaltung 2045: Bodenordnungsverfahren Wevelinghoven

Am 16. Februar informierten der Erftverband und die Flurbereinigungsbehörde der Bezirksregierung Düsseldorf im Kloster Langwaden über das Perspektivkonzept Erftumgestaltung 2045 und die damit verbundenen Bodenordnungsverfahren in den Bereichen Hombroich und Grevenbroich-Kapellen/-Wevelinghoven.

Für die Maßnahmenumsetzung spielt die Flächenverfügbarkeit entlang des Gewässers eine besondere Rolle. Deshalb hat der Erftverband schon im Jahr 2010 mit der Landwirtschaftskammer NRW und dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband eine Vereinbarung unterzeichnet. Darin wurde die einvernehmliche Planung der Maßnahmen, die frühzeitige und umfassende Information der landwirtschaftlichen Betriebe, die Möglichkeit zur Minderung landwirtschaftlicher Betroffenheiten sowie die Umsetzung der Maßnahmen auf freiwilliger Basis vereinbart.

Das 2012 eingeleitete Bodenordnungsverfahren im Bereich Hombroich ist bereits weit fortgeschritten. Seit dieser Zeit hat der Erftverband knapp 50 Hektar Land im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren in der Erftaue (inkl. Tauschflächen) erwerben können. Daher hat der Erftverband bei der Bezirksregierung Düsseldorf ein weiteres Bodenordnungsverfahren im Bereich Grevenbroich-Kapellen/-Wevelinghoven beantragt, um Flächen für die geplante Umgestaltung der Erft zu erwerben.

Durch das Ende des Braunkohlenbergbaus im rheinischen Braunkohlenrevier bis zum Jahr 2045 wird die Erft, die derzeit das Sümpfungswasser aus den Tagebauen aufnimmt und in den Rhein ableitet, deutlich weniger Wasser führen. Um eine lebendige Flusslandschaft mit vielen verschiedenen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen zu schaffen und für den Menschen zu erschließen, muss das Gewässerbett an die geänderten Wassermengen angepasst werden.

Daher hat der Erftverband 2004 ein Perspektivkonzept mit Plänen zur naturnahen Umgestaltung der Erft und ihrer Auenlandschaft erstellt. Das Perspektivkonzept Erftumgestaltung 2045 beinhaltet bis zum Jahr 2045 die naturnahe Umgestaltung eines 40 Kilometer langen Abschnitts der Erft von Bergheim bis zur Mündung bei Neuss. Bauwerke, die die Durchgängigkeit der Erft für Wasserorganismen behindern, werden ab- oder umgebaut, Begradigungen aufgehoben und die Erft in manchen Abschnitten in ein neues Bett verlegt.

Die erste erfolgreich umgesetzte Maßnahme des Konzepts ist die Renaturierung der Erft bei Bergheim-Kenten. Hier hat der Erftverband die Erft im Jahr 2013 aus ihrem begradigten Flussbett in ein neues 1,3 Kilometer langes und gewundenes Gewässerbett verlegt. Die Erft kann sich dort frei und naturgerecht entwickeln. Die rund 25 Hektar große Fläche wird von den Bergheimern als neues Naherholungsgebiet genutzt. Darüber hinaus dient die Aue bei Hochwasser als natürlicher Rückhalteraum.

[Bergheim, 23. Februar 2017]

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