Die Messungen der Niederschlagsstationen sind hochgenau – aber nur für den Punkt, an dem sich die Stationen befinden. Gerade im Sommer kommt es häufig zu kleinräumigen Gewittern, die auch zwischen den Niederschlagsstationen auftreten und dann nicht erfasst werden können. Daher erhält der Erftverband vom Meteorologischen Institut in Bonn und dem Deutschen Wetterdienst Radarmessungen des Niederschlags. Radargeräte senden Mikrowellenstrahlungen aus und erfassen den davon in der Atmosphäre reflektierten Anteil. Da die meisten Reflexionen an Regentropfen auftreten, kann somit die Intensität des Niederschlags abgeschätzt werden. Weil die Messungen in der Höhe und nicht am Boden erfolgen und weil der Zusammenhang zwischen reflektierter Strahlung und Niederschlag nicht konstant ist, sind die Radarmessungen weniger genau - bieten aber einen sehr guten räumlichen Überblick. Weiterhin lassen sich aus der Zugrichtung der Regenwolken und der Regenmengen kurzfristige Vorhersagen für die nächsten ein bis zwei Stunden ableiten.
Aktuelle Radardaten:
Radar Uni Bonn
Radar FZ Jülich