Erftverband Bergheim - 150Jahre Wasserwirtschaft für unsere Region

Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Garsdorf

Um den Hochwasserschutz auch für die Ortslage Bedburg sicherstellen zu können, wird der Erftverband in den nächsten Jahren das HRB Garsdorf mit einem Rückhaltevolumen von rund 1,6 Mio. Kubikmetern bauen. Für das Rückhaltebecken wird im Bereich des ehemaligen Braunkohle-Tagebaus Fortuna-Garsdorf eine im Rahmen der Rekultivierung angelegte Geländemulde genutzt. Dadurch wird kein Staudamm erforderlich. Es müssen aber diverse Regelungsbauwerke errichtet werden, die einen gesteuerten Abschlag aus der Erft zulassen sowie eine gesteuerte Abgabe von zurückgehaltenem Wasser aus dem HRB zurück zur Erft ermöglichen.

Die Genehmigung liegt seit November 2000 vor. Die Realisierung der rund 7,2 Mio. Euro teuren Maßnahme ist abhängig vom Zeitpunkt der vollständigen Rekultivierung des Tagebaus Fortuna-Garsdorf und somit der Verfügbarkeit aller benötigten Flächen. In 2009 wurde mit dem Bau der erforderlichen Anlagen begonnen. Die Maßnahme wird Ende 2010 abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt steht das Hochwasserrückhaltebecken Garsdorf für den Hochwasserschutz zur Verfügung.

Im Falle eines Hochwasserereignisses wird Wasser in der Größenordnung zwischen fünf Kubikmetern pro Sekunde und zehn Kubikmetern pro Sekunde aus der Erft über ein Hochwassergerinne direkt in das HRB geleitet. Dies erfolgt bei Ereignissen, die statistisch alle 50 Jahre eintreten. Dadurch reduziert sich der Spitzenabfluss in der Erft auf ein Maß, das schadfrei durch die Ortslage Bedburg abfließen kann und die Bewohner somit vor Überschwemmungen schützt.

Ansprechpartnerin:
Dipl.-Ing. Martina Jüttner (02271) 88-1350

Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Garsdorf


Lageplan HRB Garsdorf