Erftverband Bergheim - 150Jahre Wasserwirtschaft für unsere Region

Technischer Hochwasserschutz

Wenn die Abflussleistung von Gewässern trotz regelmäßiger Unterhaltung nicht ausreichend ist und es bei Hochwasser zu Ausuferungen aus dem Gewässer kommt, besteht die Möglichkeit das Gewässerbett zu vergrößern, um das sogenannte Bemessungsereignis abzuführen. In diesem Fall spricht man von einem Ausbau des Gewässers.

Die Dimensionierung auf ein bestimmtes Abflussereignis und nicht auf den theoretisch größtmöglichen Abfluss bedeutet, dass es auch an einem ausgebauten Gewässer zu Überflutungen kommen kann, allerdings sehr selten. Gegen das Restrisiko ist persönlich Vorsorge zu treffen.

Falls ein Ausbau aus technischen, ökonomischen oder ökologischen Gründen nicht sinnvoll ist, kann mit Mauern oder Deichen ein frühzeitiges Ausufern des Gewässers verhindert werden. Wenn beide Möglichkeiten nicht zum Tragen kommen, muss ein Teil des Hochwassers zwischengespeichert werden. Dies geschieht in sogenannten Hochwasserrückhaltebecken, von denen der Erftverband zurzeit 17 betreibt. Diese Becken schützen die Siedlungsgebiete vor einem statistisch alle hundert Jahre zu erwartenden Hochwasser. Die Ereignisse in der jüngeren Zeit an der Elbe (2002) und Oder (1997) haben jedoch vor Augen geführt, dass deutlich größere Hochwasser als das Hundertjährliche vorkommen und daher ein absoluter Schutz nicht erreichbar ist.